A.D.A.M. Kritik

Ein Krimi mit überlangem Anlauf ist „A.D.A.M.“ von Herbert Baumann (D 1988; 98 Minuten; Start D: 21.04.1988); mit Desiree Becker-Nosbusch und Helmut Berger in den Hauptrollen.

Die Story vom penetrant-schussligen Wissenschaftler, der sich widerwillig in eine selbstbewusste Göre verknallt, besitzt grobe Anklänge an „Leoparden küßt man nicht“ von Howard Hawks. Nur sind Witz, Tempo und vor allem Einfälle heute sehr viel lahmer vorhanden, außerdem wirken die Hauptakteure völlig überfordert. Die Becker (oder Nosbusch) ist keine sonderlich gute Schauspielerin, sondern nur hübsch, und Helmut Berger gibt sich nur Mühe. Über manche Nebenrolle lässt sich manchmal feixen, aber insgesamt gibt „A.D.A.M.“ wenig her. Vieles ist vorhersehbar, witz- und geistlos aneinandergereiht.

Nach Loriot, Polt, Hallervorden und sogar Otto ist dieser Versuch an Unterhaltung wieder ein Fehlgriff mit Mottenkisten-Niveau (= 1 PÖNI).