VERLIEBT IN MEINE FRAU

„VERLIEBT IN MEINE FRAU“ von und mit Daniel Auteuil (Fr 2017; B: Florian Zeller; nach seinem Bühnenstück „L´envers du décor“; K: Jean-François Robin; M: Thomas Dutronc; David Chiron; 85 Minuten; deutscher Kino-Start: 11.10.2018); ER hat auch hierzulande eine große Fan-Gemeinde und zählt überhaupt zu Frankreichs beliebtesten Schauspielern: der heute 68-jährige DANIEL AUTEUIL. (Der zum Beispiel in einem meiner definitiven Lieblings-Franzosen-Krimis mitspielt: „MR 73 – Bis dass der Tod dich erlöst“). Hier hat er sich als Hauptakteur UND als Regisseur verpflichtet und für die Leinwand eine französische Bühnen-Boulevard-Komödie adaptiert, bei der er einst auch auf der Bühne mitwirkte.

Daniel Auteuil hat sich hier – auf der Leinwand – allerdings mächtig verhoben. Er mimt einen kleinbürgerlichen Ehemann und Schwächling, der sich so mir nichts, dir nichts in die neue Partnerin seines Freundes Patrick (GÉRARD DEPARDIEU) verliebt. Bei einem häuslichen Abendessen. Das seine Ehefrau Isabelle (SANDRINE KIBERLAIN) sowieso nicht wollte, weil Patrick für die Neue, Emma (ADRIANA UGARTE), seine Ehefrau verließ, und die ist Isabelles beste Freundin. Also ist die Stimmung von Anfang an „blockiert“. Getrübt. Während sich der Hausherr immer spät-pubertärer aufführt und sich gedanklich mit „heißen“ Männerfantasien umgibt.

Alles an dem Film ist peinlich. Übertrieben. Wenig reizvoll. Vor allem die Kerle. Depardieu als Kumpel wirkt ebenso deplatziert wie der stets lächerlich-hyperventilierende Auteuil, der in seiner verklemmten Verzücktheit nur albern wirkt. Während die Frauen hübsch zusehen, wie sich ihre Männer in ein emotionales Fiasko verrennen (= 1 PÖNI).