DIE TRIBUTE VON PANEM – MOCKINGJAY Teil 1

Teil 3 „DIE TRIBUTE VON PANEM – MOCKINGJAY Teil 1“ von Francis Lawrence (USA 2013/2014; B: Peter Craig, Danny Strong; nach der Roman-Trilogie von Suzanne Collins; K: Jo Willems; M: James Newton Howard; 125 Minuten; Start D: 20.11.2014); das Kaugummi-Kintopp in der Fortsetzung oder was erwartet uns nun: LANGEWEILE. ELENDE Langeweile. Weil das Ende dieser Trilogie zum Quartett-Movie g e s t r e c k t wird. Wie schon bei „Harry Potter“ und bei den „Twilight – Bis(s)“-Streifen wird der letzte Teil in zwei Teilen verscherbelt. Der finale Teil 3.2 ist hierzulande für den 19. November 2015 als Kinostart-Termin annonciert. Dann also erst einmal DIES -hier:

1.) Trauer. Wehmut. Erinnerung. An PHILIP SEYMOUR HOFFMMAN. Einen der weltbesten Schauspieler, der am 1. Februar 2014 verstarb. Ihn noch einmal zu sehen (und weniger zu erleben, denn dies hier war für ihn sicherlich eher gut bezahlte lästige Routine), schmerzt. Als Plutarch Heavensbee hat er die Seiten gewechselt; vom Spielleiter des Diktators zu den Widerständlern.

2.) Was warum wieso und überhaupt: Siehe meine Ausführungen zu „Die Tribute von Panem – The Hunger Games“ und zu „Die Tribute von Panem – Catching Fire“.

3.) Ein Mockingjay ist ein Vogel. Auch Spotttölpel genannt.

4.) Katness (JENNIFER LAWRENCE) hat überlebt. Wird von den unterirdisch hausenden Rebellen zur Nr.1 ausgerufen und auch zum äußeren Symbol des Widerstands gecoacht. Stichwort: Die Macht der Bilder. Des Mediums TV. Die volle Wut wird antrainiert. Vorher aber will Katness noch sehen, was der fiese Tattergreis-Diktator, Präsident Snow (DONALD SUTHERLAND), hat alles so zerstören lassen. Und so lustwandelt sie durch Ruinen, findet aber dabei auch den rotbraunen Familien-Kater, den sie ihrer Schwester ins unterirdische Verließ zurückbringt. Bei einem kurzen Duell darf sie dann noch mit Pfeil und Bogen ein Fluggerät des Diktators abschießen. Als Mini-Aktion. Robin Hood in der weiblichen Kinder-Ausgabe. Ohne Strumpfhosen.

5.) Katness und Peeta. Als Julia und Romeo. Immer wieder betont sie, ER und nur ER und überhaupt ER. Sei ihr der und das Wichtigste. Love im War. Denn Peeta (JOSH HUTCHERSON) befindet sich in diktatorischer Gefangenschaft. Eine Befreiungsaktion wird gestartet, die visuell so angelegt ist wie die Jagd auf Osama Bin Laden. Hier aber nun mit Befreiungsziel. Des Geliebten.

6.) Ist noch was? Viele Gespräche, diese endlosen Besichtigungen von Ruinen und zerstörte Landschaften und viele Blicke auf das unterirdische Massen-Leben der Rebellen in düsteren Katakomben. Als diese bombardiert werden, wird angstvolle Luftschutzbunker-Atmosphäre simuliert. Dann erklärt Präsidentin Alma Coin (JULIANNE MOORE) den weiteren Schlacht-Plan.

7.) Für den bevorstehenden großen Action-End(lich)-Krieg. Pause. Nach über zwei Stunden Strapaze. Für ein Jahr.

8.) JENNIFER LAWRENCE: Mit immer derselben traurigen, langweiligen Schnute. Fürchterlich. Sie anzusehen. Wie sie uninspiriert, lächerlich, naiv als kriegerische Alp-Traumfrau durch die kaputte Szenerie wankt. Herumstolziert. Nölt. Motzt. Staunt. Schmachtet. Dabei permanent überrascht scheint. Von allem und jedem. Selten eine so blöde Performance gesehen. Wie DIE von Jennifer Lawrence. (Die „Goldenen Himbeeren“ winken heftig…).

9.) === Und ich denke an diese aktuellen täglichen TV-Bilder der Zerstörungen in der Ukraine, im Irak, in Syrien, um nur die derzeit „prominentesten“ zynisch zu nennen, die andauernd (Er-)Schrecken einjagen. Irrsinn signalisieren. Wut erreichen. Empörung wie Machtlosigkeit auslösen. Die bescheuerten Zerstörungskopien in diesem Film nerven. Keine Unterhaltung möglich. ===

„Panem 3/1“ ist ein lästiger Streck-Film einer bekloppten Filmreihe (= 1 ½ PÖNIS; in Memoriam Philip Seymour Hoffman).