
PÖNIs: (3,5/5)
YESSIG. Titel = „THERAPIE FÜR WIKINGER“ von Anders Thomas Jensen (B + R; Dänemark/Schweden 2004; K: Sebastian Blenkov; M: Jeppe Kaas; 116 Minuten; deutscher Kino-Start: 25.12.2025. Zwei Brüder. Manfred (MADS MIKKELSEN) und Anker (NIKOLAJ LIE KAAS). Sagen wir so – sie sind nicht normal. Na ja, Anker kriegt sein Dasein halbwegs in den Griff, er hat ja auch seine 15-jährige Haftstrafe wegen Raubes und Nochwas abgesessen; während sein Bruder Anker völlig defekt, also kaputt ist. Mit dem „normalen Dasein“ kriegen die Brüder reichlich Probleme. Hauptanliegen: Die einstige Bankraubbeute hat damals der Manfred vergraben. Doch DER leidet seit seiner Kindheit an einer Identitätsstörung. Dass er so lange auf seinen Bruder warten musste, ist IHM gar nicht gut bekommen. Ums vorsichtig zu sagen. Die ganze Chose läuft ziemlich durcheinander-kaputt. Zudem spielt hier MUSIK eine ziemliche Hauptrolle. Angesiedelt zwischen The Beatles, ABBA und Nochwas. Was sich nicht gerade vorteilhaft anhört.
Konstatieren wir also: Alle haben hier was an der skandinavischen Klatsche. Lautet das schräge Filmmotto. Die Suche nach viel Geld, na ja. Im Wald-Sand. Also schmutzig. Wird gewühlt. Okay. Unberechenbare Brüder, yessig. Man mag sich, und dann auch wieder nicht. Gerade so, und dann wieder ganz anders.
Der robuste Streich stammt von ANDERS THOMAS JENSEN. Der ist schließlich einer der besten Dänischen Filmhersteller. Lotet gerne und süffisant und pointiert tiefschwarzen heimatlichen Humor aus. Weiß, wir man listig-geschickt die Grenzen des guten Geschmacks talkt. Also herumführt. Wie schon bei „ADAMS ÄPFEL“ (s. Kino-KRITIK /2006/4 PÖNIs); „HELDEN DER WAHRSCHEINLICHKEIT“ (s. Kino-KRITIK /2021/4 PÖNIs) oder „DÄNISCHE DELIKATESSEN“ (4 PÖNIs) und „MEN & CHICKEN“ (s. Kino-KRITIK /2015/3 PÖNIs) werden zuverlässig und frech die Grenzen des guten Geschmacks ausgelotet.
Was öfters, meistens genehm ist (= 3 1/2 PÖNIs).