THE EXPENDABLES 2

PÖNIs:    (1,5/5)

„THE EXPENDABLES 2“ von Simon West (USA 2011/2012; B: Sylvester Stallone, Richard Wenk, Ken Kaufman, David Agosto; K: Shelly Johnson; M: Brian Tyler; 103 Minuten; deutscher Kino-Start: 30.08.2012); 1965 erschien in der BRD ein Lied von der deutschen Beat-Band „Rainbows“ auf dem Markt: „BALLA BALLA“. (Heute heißt es „My Baby Baby Balla Balla“). Es war ebenso simpel wie enorm erfolgreich. Am 26. August 2010 kam hierzulande der US-Action-„Kracher“ „The Expendables“ (s. Kino-KRITIK) in die Kinos. Die Söldner-Truppe „The Expendables“, also „Die Verzichtbaren“, machten ihrem Gruppen-Namen alle Schund-Ehre. In und mit diesem gewalt-perversen Schwachsinn. Der natürlich an der Kinokasse (mit weltweit fast 270 Millionen Dollar Einnahmen) „funktionierte“. 100 Millionen Dollar wurden in die Fortsetzung gesteckt, die in Bulgarien, Russland, Frankreich und Hongkong gedreht wurde. Als Regisseur fungierte diesmal nicht Hauptdarsteller Sylvester Stallone, der aber mit zum insgesamt vierköpfigen Drehbuch-Team gehörte, sondern der 50-jährige Brite Simon West, der Actionfilm-Erfahrungen über Streifen wie „Con Air“ (1997), „Wehrlos – Die Tochter des Generals“ (1999) und vor allem „Lara Croft: Tomb Raider“ (2001) sowie „Unbekannter Anrufer“ (2006) gesammelt hat.

Hier nun setzt er die schießwütige Oldie-Garde um Barney „The Schizo“ Ross alias SYLVESTER STALLONE (66) in Bewegung, mit diesmal auch CHUCK NORRIS (72), ein wenig Ex-Gouverneur ARNOLD SCHWARZENEGGER (65), ein bisschen mehr BRUCE WILLIS (57) sowie „Küken“ JASON STATHAM (34) und auch Debil-Face DOLPH LUNDGREN (54, der übrigens 1985 „Rocky-Stallone IV“ als Russe Ivan Drago „den Kampf des Jahrhunderts“ lieferte) sowie weitere (wenig bekannte) Muskelheinis, um den brutalen Schurken Vilain alias JEAN-CLAUDE VAN DAMME (51) zu bekriegen. Dieser hat ihnen, gemeinerweise, in Albanien erbeutetes Plutonium abgenommen und zugleich ihren Jüngsten, Bill (LIAM HEMSWORTH), vor ihren Augen gemeuchelt. Fortan wird wütend hinterhergehechelt und zurückgeballert. Was die Schießgeräte, einschließlich Schrott-Panzer und Granaten, nur so hergeben. Zwar wird auch auf sie (gefühlt) millionenfach geschossen, doch getroffen werden „unsere Helden“ nur ganz wenig. Dafür dürfen sie ein Blutbad nach dem anderen anrichten. „Feind“ wartet gerne wie bereit, damit er „bildgerecht abgemurkst“ werden darf. Darum geht’s. Es wird aber nicht nur geschossen, sondern auch „maßgerecht“ verkloppt, zerstückelt, genüsslich zerfetzt. Mit ironischen Zwischenrufen. Etwa wenn Schwarzenegger es übertreibt mit seinem ständigen „I’ll be back“ und Bruce Willis ihn dafür maßregelt: „You`ll be back enough“. Oder wenn es heißt, dass diese klapprige Flugmaschine eigentlich ins Museum gehört. “Wie wir auch“. „Rest in Pieces/Ruhe in Stückchen“, heißt es schon mal bei „Barney“ Stallone, wenn ein Widersacher wieder mal „zünftig“ umgenietet wurde. Soll die Gewalt- und Blut-Chose auflockern. Ist aber nur begrenzt komisch.

Auch „The Expendables 2“ ist meistens ein ekliger, primitiver Dummbazi-Doof-Film. Der in den Staaten schon kräftig Kasse gemacht hat. Teil 3 ist in Vorbereitung (= 1 ½ PÖNIs).

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