TATORT: TSCHILL OUT (5.1.2020)

PÖNIs:      (4/5)

TIL SCHWEIGER als Beamten-Outlaw NICK TSCHILLER im Hamburger „Tatort“-Milieu: Zuletzt war er ja mit dem 130-minütigen Krimi „Tschiller – Off Duty“ mit mäßigem Zuspruch erst im Kino (ab 4. Februar 2016/bis zur Absetzung im März 2016 rund 218.000 Besucher) und dann, mit vergleichsweise magerem „Tatort“-Interesse (5,34 Millionen Zuseher), „regulär“ in der ARD am 8.7.2018.

Heute war nun, seit dem Beginn am 10. März 2013 („Willkommen in Hamburg“), der 6. „Tatort“-Krimi mit dem Draufgänger Nick Tschiller annonciert. Und seinem nuschelnden Kollegen Yalcin Gümer alias FAHRI YARDIM. Als Co-Autor und Regisseur fungierte der „Polizeiruf“- und „Tatort“-erprobte deutsche Spielleiter Eoin Moore. Der mit der Co-Autorin Anika Wangard einst auch den – viel gelobten – Rostocker „Polizeiruf 110“ erfand. Eoin Moore lässt Nick Tschiller erstmals – durchatmen. Keine Ballereien, keine Jagd auf Clan-Killer, keine extremen Kloppereien, nix mit Explosionen. Nick inmitten von jungen Schwererziehbaren. Abgeschieden auf der Nordseeinsel Neuwerk. Hört sich schon so an wie Neuanfang. Auf beziehungsweise bei: verordneter Entschleunigung. Doch „Hamburg“ lässt ihn auch hier nicht in Ruhe. Kollegen-Kumpel Yalcin bedarf der Unterstützung. Hat zwar eine clevere junge Kollegin an seiner Seite, aber ganz ohne Nick geht es halt nicht.

„Wir wollten einen Neustart“, kündigte Til Schweiger an. Nach dem vielen Action-Taumel. Und als solch eine Art Neu-Beginn war der „Tatort“-Krimi heute gelungen. Beinhaltete sehr viel Seelen- anstatt Action-Spannung. Was dem Schauspieler Til Schweiger gut bekam. Bei seinem zurückgenommenen Charakter-Part vermochte er „ruhig“(er) zu imponieren. Mit dieser zurückgenommenen Hab-Acht-Stellung. Während die Anderen den Großstadt-Dreck beackerten. Hat Spaß gemacht, diesem Schweiger-Tschiller – oder umgekehrt – zuzuschauen (= 4 PÖNIs).

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