TATORT: GLÜCK ALLEIN (2.6.2019)

(Foto: ARD Degeto/ORF Hubert Mican)

Sie sind längst aus der Exoten-Nische heraus, die beiden köstlichen Wiener „Schmäh“-Ermittler „Bibi“ und Moritz (ADELE NEUHAUSER & HARALD KRASSNITZER). Die sei dem 6. März 2011 beim „Tatort“ („Vergeltung“) mitmachen und zuletzt, am 13.01.2019, bei der Folge „Wahre Lügen“ (s. TV-KRITIK), sehr gut drauf-waren. Heute, in ihrem Fall Nummer 21, ging es um umfangreichen „österreichischen Schmutz“, NOCH ohne Ibiza-Video. Aber dass sogar der Innenminister der feinen Republik selbige korrupt beschmutzt, signalisiert ja auch schon mal die angespannte gestrige Stimmung, die nun ins eklige politische Heute kippt (Dreharbeiten fanden 2018 statt). Sätze wie „Jedes Land hat seine schwarzen Schafe…“ oder wenn von Scheinfirmen mit profitablen parteilichen Ukraine-Kontakten die Rede ist und ein Buch des angesehenen – versauten – verdächtigen Abgeordneten-Politikers den Titel trägt „Aufgedeckt – Korruption, das neue Normal?“, wo er doch selbst gerade der Vorsitzende eines Untersuchungsausschusses um die Machenschaften einer tüchtigen ukrainischen Geschäftsfrau ist mit der er im privaten/beruflichen Kontakt ist, dann können wir das momentan ausgezeichnet nachvollziehen. Akzeptieren. Besonders, wenn der smarte Vorgesetzte Ernstl (HUBERT KRAMAR) bestätigt: „Ich kann auch oft nicht so wie ich will“.
Hab‘ zwar nicht alles in seinen verzwickten Fall-Details und Wendungen gleich entschlüsseln können, doch dies tat der Krimi-Spannung keinen Abbruch: Österreich = 4 PÖNIs.
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