TATORT: DAS MONSTER VON KASSEL (12.5.2019)

Fotoquelle: hr

PÖNIs:     (3/5)

Anfangs hatten sie ziemliche Anlaufschwierigkeiten, die Frankfurt-Main-Ermittler MARGARITA BROICH & WOLFRAM KOCH alias Anna Janneke & Paul Brix. Zuletzt aber, am 2. Weihnachtsfeiertag des Vorjahres, waren sie mit der Folge „Der Turm“ in Top-Form (s. TV-KRITIK). Heute, bei ihrem 9. gemeinsamen Auftritt (im Insgesamt-„Tatort“ Nummer 1094), strahlen sie wieder einmal den Charme von Hilfspolizisten aus, während ihr („tanzwütiger“) Chef überflüssigerweise als Depp verkauft wird, so dass dieser spannend mit Leichenteilen hantierende Psycho-Krimi ab 21 Uhr plötzlich auf eine „private“ Bremse tritt und Paul „beim Chinesen“ sich bei seiner Kasseler Kollegin schon mal positioniert: „Ich hab‘ andere Qualitäten“.

Die ekelhaft-intelligenten Bösen bestimmen derzeit beim „Tatort“ sowieso den vorzugsweisen Ton und die pointierte Gefahr: Der Holländer BARRY ATSMA, auch schon der Fiese in der ZDF-Serie „Bad Banks“, reizt VIEL mehr, als das eher biedere Ermittler-Gespann. Und weil er schon gleich eingangs als mörderischer Drecksack ausgemacht ist, unterbricht man den Film einfach in der Mitte „für Zeugs“, obwohl dafür eigentlich keine Spannungszeit herzugeben wäre. Will sagen: Hier hätte – vom Drehbuch her (Stephan Brüggenthies; Andrea Heller) – ein bisschen mehr Suspense gut-getan. Anstatt so plump (Regie: Umut Dag) auf solch überflüssige Albernheiten mittendrin zu setzen (= 3 PÖNIs).

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