DIE SCHWESTER DER KÖNIGIN

DIE SCHWESTER DER KÖNIGIN“ von Justin Chadwick (USA/GB 2007; 115 Minuten; Start D: 06.03.2008), war auf der diesjährigen Berlinale im Wettbewerb, heißt im Original „The Other Boleyn Girl“ und ist so etwas wie der erzählerische Vorläufer zu den beiden „Elizabeth“-Cate-Blanchett-Historienfilmen. Der Film basiert auf einem Roman von Philippa Gregory, den der renommierte britische Autor Peter Morgan („Oscar“-Nominierung für „The Queen“; „Der letzte König von Schottland“) für den Regie-Debütanten Chadwick adaptiert hat.

Thema: Intrigen, Machtgier, Sex und Verrat am englischen Königshof im 16. Jahrhundert. Wo es Heinrich VII. mit den beiden Schwestern Boleyn „näher“ zu tun bekommt: Der sanftmütigen Mary und der berechnenden dunklen Schönheit Anne. Der Monarch ist gierig hin- und hergerissen, während um ihn herum die taktierenden Einschmeichelungen laufen. Trotz der hochkarätigen „amerikanischen“ Besetzung mit den beiden Vorzeige-Girlies SCARLETT JOHANSSON („Match Point“ von Woody Allen) und NATALIE PORTMAN („Mr. Blueberry Nights“; „Star Wars I-III“) sowie „König“ ERIC BANA („München“ von Steven Spielberg) ist dies hier ein eher bemühtes, eindimensionales Historien-Drama, dessen „Psychogramm“ ziemlich deutlich überschaubar und „gelassen“ bleibt. Dennoch dabei ganz angenehm-ordentlich unterhält: Mit viel schönem Bilder-Schau- und Kostümwert, hübschen Darstellern, aber sich doch auch immer wieder mehr dramaturgisch aufplusternd denn packend-tief(er) präsentierend.

Wie sagt man bisweilen so schön, dies läuft hier ganz nett (aber nicht sehr gescheit) gut durch…(= 3 PÖNIs).