SCHRÄGER ALS FIKTION

SCHRÄGER ALS FIKTION“ von Marc Forster (USA 2006; 113 Minuten; Start D: 08.02.2007); der 1969 in Deutschland geboren wurde, in der Schweiz aufgewachsen ist, 1990 an die New Yorker Filmhochschule wechselte, seit 1996 in L.A. lebt und gleich mit seinen Filmen 3 und 4, den sensiblen Dramen “Monsters Ball“ (2001/mit Halle Berry/“Oscar“) und “Wenn Träume fliegen lernen“ (2004/mit Johnny Depp), als “visionärer Regisseur“ auf viel Interesse stieß.

Hier liefert er surreales Cineasten-Futter: Graue Maus von (amerikanischem) Steuerbeamten, dessen Leben total reglementiert ist, hört eines Tages andauernd “eine Stimme“. Und muss feststellen, dass er “in Wirklichkeit“ eine Romanfigur ist, die bald sterben wird. Dann nämlich, wenn die Autorin endlich ihre Schreibblockade überwunden hat. Bevor DAS passiert, macht er sich auf die Suche nach ihr. Freundlich-pointierter, aber (natürlich) auch reichlich unlogischer und dabei aber eben auch ziemlich “unscharfer“ Mix aus Hirngespinst-Komödie und spielerischem Philosophie-Quatsch-Spaß um Leben, Sterben und Literatur. Angenehm-kauzig, ohne aber je etwa die satirisch-kitzlige Tiefe von z.B. bzw. vergleichsweise “Being Malkovich“ zu erreichen. Mit dem hier eher leisen, lakonisch-zurückgenommen agierenden Komiker WILL FERRELL (“Ricky Bobby – König der Rennfahrer“) als “Würstchen“ Harold Crick. Gute Promis wie “Oscar“-Preisträger DUSTIN HOFFMAN (“Die Reifeprüfung‘; “Wag The Dog“), Maggie Gyllenhall (“World Trade Center“) und “Oscar“-Preisträgerin EMMA THOMPSON (“Sinn und Sinnlichkeit“, Tatsächlich…Liebe“)
liefern unterhaltsame Stichworte.

Netter, leidlich amüsanter schelmischer Streich (= 3 PÖNIs).