Schattenmacher Kritik

Der britische Filmemacher Roland Joffé debütierte 1984 mit „The Killing Fields – Schreiendes Land“ und gewann verdientermaßen 3 „Oscars“. Sein zweiter Film, „Mission“, 1986, war schon von weniger guter Qualität, erhielt aber immerhin noch auf den Filmfestspielen von Cannes die „Goldene Palme“.
Das neueste Werk des Autors und Regisseurs heißt „DIE SCHATTENMACHER“ von Roland Joffé (USA 1989; 127 Minuten; Start D: 22.02.1990); und hat ein heikles Thema zur Grundlage.

Der Film beginnt 1942. Amerika befindet sich im Krieg. Hartnäckig halten sich die Gerüchte, dass die Nazis in Deutschland an der Entwicklung der Atombombe arbeiten. Damit bricht bei den amerikanischen Militärs Panik aus. General Leslie R. Groves beauftragt, die besten Wissenschaftler des Landes ausfindig zu machen, damit Amerika das Rennen um die erste Bombe macht. Zwei Milliarden Dollar werden zur Verfügung gestellt. Groves wird fündig und holt die großen Denker und Planer zusammen, die allesamt glaubten, etwas Gutes für die Menschheit zu tun. Anführer der Berkeley-Professor Dr. J. Robert Oppenheimer.Der Wissenschaftler und der Militarist. Der Frager und Grübler und der Sicherheitsexperte.

Der Film verfolgt beider Wege über einen Zeitraum von knapp vier Jahren, bis die erste Atombombe gezündet werden kann. Dabei ist kein spannender, hintergründiger, sonderlich interessanter Film entstanden, sondern ein seltsam unbeteiligt bleibender, die Dinge und Zeitabläufe nur abhakender Film. Der auch das Schrecken, das hier entwickelt wird, nicht ernst und furchtsam genug behandelt. In einer Mischung aus Quasi-Dokument und Spiel entsteht ein wenig handelnder und mehr statischer Film. Paul Newman als General trägt nur Uniform und ist wohl noch nie so langweilig gewesen wie hier. Dwight Schultz als Oppenheimer kann die Zweifel und Widersprüche in seiner Person und seinem Handeln auch nur vortragen, aber nie fühlbar machen.

„Die Schattenmacher“, ein schwacher Film zu einem großen Thema (= 1 ½ PÖNIs).