Rosalie Goes Shopping Kritik

Mit zwei Filmen hat sich die sympathische Münchnerin Marianne Sägebrecht in den Vordergrund gespielt: “Zuckerbaby“ und, natürlich, “Out Of Rosenheim“. Mit dem gleichen Regisseur hat Marianne Sägebrecht nun auch ihren 3. Film gemacht: „ROSALIE GOES SHOPPING“ von Percy Adlon (Co-B + R; D 1989; 94 Minuten; Start D: 09.11.1989).

Die Geschichte einer verheirateten Deutschen in Arkansas, die mit 37 Kreditkarten und einiger Cleverness nach dem Motto lebt: ‚Es ist schwerer, 1000 Dollar zu borgen als 1 Million‘. Gute Ratschläge vom Briefträger, der die täglichen Kontoauszüge bringt. Während ihr amerikanischer Ehemann ein Träumer ist und viel lieber mit seinem gelben Flugzeug die riesigen Reisfelder besprüht, nimmt sie, Rosalie, das Leben und Überleben der vielköpfigen Familie in ihre tatkräftigen Hände. Doch allzu aufregend oder komisch ist das nicht. Der vermeintliche schwarze Humor versickert, weil nicht scharf und konsequent genug. Die Geschichte lebt von biederen Ideen, die für einen Kurzfilm ausgereicht hätten. Aber auf Langfilm getrimmt, wirkt “Rosalie Goes Shopping“ nur wie ein müder Einkauf in einem leeren Kaufhaus.

Nichts mehr vom Charme, Witz, der Poesie und dem Geheimnisvollen von “Out Of Rosenheim“ jetzt ist wieder der deutsche Standard. in Sachen Komödie und Spaß erreicht. Und der ist zurzeit sehr, sehr mager…(= 2 PÖNIs).