DIE REISEN DES MR. LEARY

DIE REISEN DES MR. LEARY“ von Lawrence Kasdan (USA 1988; 121 Minuten; Start D: 25.05.1989).

Die New Yorker Filmkritik war von “The Accidental Tourist“, so der Originaltitel, ganz hingerissen: “Bester Film des Jahres 1988“ lautete ihr Urteil. Nun, aus der Ferne sieht sich dies ein bisschen anders an. Dieser Mr. Leary, den William Hurt schön-verschroben wiedergibt, ist keine besonders imponierende oder imposante Figur. Er mag das Vertraute und Geordnete und hasst alle Veränderungen und alles Neue. Er ist Schriftsteller für Reiselektüren und deshalb selten Zuhause. Als seine Frau (Kathleen Turner) sich scheiden lassen will und er eine neugierige, aufdringliche Hundeausbilderin kennenlernt, ist er zunächst ganz pikiert. Zunächst einmal zieht sich Nr. Leary in sein Schneckenhaus zurück. Geht zu seinen Geschwistern, die auch was gegen modische Hektik und unkonventionelle Beziehungen haben und sich quasi in ihrem Haus ‚einschließen‘. Doch mitunter kann das Ungewohnte zur Gewohnheit werden, und Mr. Leary sieht sich plötzlich mitten im aufregendsten Beziehungsclinch. Ob er will oder nicht.

“Die Reisen des Mr. Leary“ ist eine mit sprödem Humor durchsetzte hintergründige Komödie über Macken und Verhaltensweisen von ganz normalen Leuten. Der feine Spaß ist der gewisse Wiedererkennungseffekt in manch einer dieser komisch-tragischen Figuren. Neben William Hurt und Kathleen Turner überzeugt Geena Davis als emotionales, selbstbewusstes Trampeltier (= 3 PÖNIs).

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