Powaqqatsi Kritik

Der Film stammt von dem Regisseur vom einstigen sagenhaften Bilderrausch “Koyaanisqatsi“. Jetzt heißt der Stoff, aus dem die neuen Bilder kommen „POWAQQATSI“ von Godfrey Reggio (B+R; USA 1988; 99 Minuten; Start D: 28.04.1988). Zu übersetzen etwa mit “Zauber/Magie-Leben“.

Wieder geht es um die hypnotische Wirkung von Bildern und der Klangstärke eines Philip Glass. Die zweite Folge dieser ungewöhnlichen, aber auch ziemlich bedeutungslosen cineastischen Expedition führt größtenteils in die Exotik der Dritten Welt und blickt zeitlupenhaft auf Bewegungen, Bauten und Räume. Eine Art “universelle Ästhetik“ breitet sich aus, in die sich einzulassen zu sehr unterschiedlichen Interpretationen und Gefühlen führen dürfte. Bei der stressigen Berlinale waren viele ob dieses gigantischen Bilder- und Klang-Salates sauer, vielleicht wirkt der Film jetzt, “in Ruhe“, ganz anders.

Für mich ist „Powaqqatsi“ so etwas wie ein manchmal prächtiger, oftmals aber nur nervender abendfüllender Video-Clip, dessen Schein viel größer ist beabsichtigt. Aber wie gesagt, viel ist hier simple Stimmungssache des individuellen Betrachters…(= 2 PÖNIs).