PÖNIs BLOG (9): SCHICKSAL

1.) Pöni-PRIVAT: Alles hängt mit allem zusammen. Diesen Eindruck hatte ich des Öfteren in meinem Leben. Musste sozusagen manchmal zu meinem Glück buchstäblich „gezwungen“ werden. Am Samstag, den 26. Februar 1966 hatte ich den Autounfall. Mit dem Wagen meines Vaters, einem Opel-Kadett. Stand senkrecht bereits in der Parklücke, als ich nochmal die Wagenstellung korrigieren wollte. Rutschte von der Kupplung ab und raste rückwärts in einen vorbeifahrenden Opel-Kapitän. Gott sei Dank nur Blech- und kein Personenschaden. (Ein Cousin saß noch mit im Auto). Aber: Der Schaden betrug rund 1.000,- DM. Hatte damals, als Verwaltungsangestellter bei der BfA, nicht viel Geld, musste also die Reparaturkosten monatlich abstottern. Jedenfalls das Meiste. Da kam das Angebot der ÖTV-Gruppe in der BfA gerade recht: Ein rundum kostenloser Wochenend-Lehrgang im ÖTV-Heim in St. Andreasberg im Harz. Es kam wie es kommen musste, als wir zurückfuhren, war ich Vorsitzender der ÖTV-Jugendgruppe in der BfA. Mit in den Folgezeiten und -jahren viel Engagement-pur. Denn wenn ich etwas anfange, muss es auch gleich immer in Richtung 100% gehen. Zwei Jahre später, am 25. März 1968, waren Personalratswahlen im Hause BfA. Mit mir als Kandidaten Nr.1 für den Vorsitz des Jugendpersonalrats. Dazu existiert heute noch ein „wunderbares“ Plakat (s. rechts). Natürlich wurde die Konkurrenz (aus Beamtenbund und DAG) „in die Schranken“ verwiesen, so dass ich als Neuling in den Personalrat einrückte. Mit der – durchaus nicht unangenehmen – Folge, dass ich künftig weniger praktisch arbeiten durfte, um dafür mehr an den vielen Sitzungen teilzunehmen. Ich denke, wenn ich damals, nach dem Autounfall, finanziell nicht so klamm gewesen wäre, wäre die Chose anders verlaufen. Ob ich mich dann „so“ engagiert auf die ÖTV und die dann dazugehörigen zahlreichen Mandate in den Folgezeiten eingelassen hätte – wurde ja später sogar von der BfA beurlaubt, um hauptamtlich als Berliner ÖTV-Jugendsekretär vom 1.11.1970 bis 31.3.1971 direkt bei der ÖTV tätig zu sein; bin dort aber jämmerlich gescheitert und schnell wieder in den „Schoss“ der BfA zurückgekehrt -, wer weiß. P.S.:  Übrigens –  Auto bin ich seitdem nie mehr selbst gefahren. Irgendwie so etwas von „Trauma“. Beziehungsweise: ein diesbezüglicher Dauer-Dachschaden…

Götz George (Quelle: Harald Schrapers/GNU FDL)

2.) Pöni-TV: Der NDR meldet ein Leckerli. Wiederholt eine Serie aus dem frühen Schaffen von GÖTZ GEORGE. Ab dem 19. September gibt es ein Wiedersehen mit der selten gezeigten Familienserie „EIN JAHR OHNE SONNTAG“ von 1970. Jeweils in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wird gegen 0.20 Uhr eine 25-minütige Episode ausgestrahlt. Götz George verkörpert den Ingenieur Robert Sonntag, der den Auftrag erhält, in einem Entwicklungsland ein neues Kraftwerk zu bauen. Als Ehefrau Ina ist Karin Baal zu sehen. Die 6-teilige erste Staffel trug den Titel „Ein Jahr ohne Sonntag“; für die 7-teilige zweite Staffel, in der Robert Sonntag in seine Heimat zurückkehrt, wurde die Serie in „EIN JAHR MIT SONNTAG“ umbenannt. Inszeniert wurde die Serie von Claus Peter Witt. Die Erstausstrahlung fand 1970 im regionalen ARD-Vorabendprogramm statt.

Loriot (Quelle: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Loriot_by_Philipp_von_Ostau.jpg)

3.) Pöni-PRIVAT: War neulich mal wieder am Grab eines sehr guten Freundes. Auf dem Berliner Waldfriedhof Heerstraße. Und kam auch am Grab von Loriot vorbei, dem persönlich zu begegnen ich des Öfteren die Ehre hatte. „Lieber Gott, viel Spaß!“ So trauerte damals der „Art Directors Club“ um sein Ehrenmitglied LORIOT (Vicco von Bülow) in einer Todesanzeige in der „Süddeutschen Zeitung“. Am 30. August war es genau sieben Jahre her, dass der Karikaturist, Regisseur und Schauspieler LORIOT auf dem Berliner Waldfriedhof Heerstraße beigesetzt wurde. Sein Grab zieren Hunderte von Quietsche-Enten in allen Farben.

4.) Pöni-MUSIK: Ich suche mir ja für jeden Tag einen persönlichen Song aus, der dann für 24 Stunden „meiner“ ist. Bin während/nach der melancholischen Loriot-Stimmung auf eine herrliche Pop-Klassik-Ballade aus dem Jahr 1973 (= Erstveröffentlichung als Single) gestoßen; und ich empfehle, sich die längste Version – um die 8 Minuten – herauszusuchen, es = sie ist ein Vollgenuss in jeder Sekunde: SEBASTIAN von der britischen Band COCKNEY REBEL. Symphonie-Rock vom Allerheiligsten.

Wünsche eine stimmungsprächtige Woche. HERZlichst aus Berlin: PÖNI Pönack