PÖNIs BLOG (52): BUNDESLIGA, TARANTINO, JOE COCKER + CATHERINE DENEUVE

1.) Pöni-PRIVAT: Klar doch, interessiert mich auch der Auftakt zur 57. Fußball-Bundesliga-Saison. Doch immer mehr abgestoßen bin ich von dem immer aufdringlicheren Gewese & Tammtamm: vor Spielen, nach Spielen. Mit diesem ellenlangen Gelaber von unterschiedlich begabten und oft schwätzelnden Experten. Und: von diesen so genannten Interviews. Mit „hechelnden Helden“. Deshalb schalte ich – wenn ich Spiele live sehe, wie heute, am Freitag-Abend (16.08.2019) – erst eine Minute vor Spielbeginn ein und SOFORT nach Spielende aus. Wie verbal-unappetitlich war es beim Supercup-Spiel zwischen Dortmund und München, als andauernd spekuliert wurde, was wohl mit dem Ex-Schalker und derzeit bei Manchester City unter Vertrag stehenden 23-jährigen Leroy Sané wäre; ob er denn doch noch zu Bayern transferiert wird; für 120 oder Mehr-Millionen; und achherjeh & achherdoch. Apropos: Wieso sind hierzulande eigentlich amtlich Transfers vom 1. Juli bis zum 31. August möglich? Zugelassen? Weshalb die Frage? Weil mir dieses „ewige“ Geschacher um Menschen & Millionen während dieser langen zwei Monate auf den Sack geht. Mittlerweile einen gesellschaftlichen, politischen, sozialen und moralisch äußerst fragwürdigen unangenehmen Beigeschmack für dieses Land angenommen hat. In England darf bis einen Tag VOR Saison-Beginn geschachert werden, dann ist Schluss. Eine akzeptable Terminierung. Bei uns dagegen wird – auch nach Saison-Start – immer noch weiter unappetitlich täglich ‘rumgehandelt. Damit „Der Reiche“ schnell noch nachkaufen kann, „nachordern“ darf, um nach einem vergeigten Saison-Start Spieler-„Korrekturen“ vorzunehmen. Denke gerade: Timo Werner spielt ja immer noch beim RB Leipzig = solange sich Lewandowski bei Bayern München bis Monatsende nicht verletzt. Und: Ab 1. Januar geht es bekanntlich sofort weiter. Für einen weiteren basarhaften Transfer-Monat mit Menschenhandel-Geschmack. Und noch eins: Wie bekloppt sollen Fans sein, für jede Spielzeit „DIE NEUE SPIELKLEIDUNG“ ihres Lieblingsvereins extrem-teuer zu erwerben? Auch so eine üble Nur-Geschäftemacherei!

Gibt es nichts Erfreuliches? DOCH. Wenn das Spiel angepfiffen wird, sind „seltsamerweise“ diese vielen unangenehmen Nebengeräusche um den Fußball-Profisport verschwunden. Vergessen. DAS SPIEL läuft. Und mit ihm – diese einzigartige, nicht zu beschreibende, mit logischen Ansprüchen nicht zu erklärende emotionale Faszination am/um den/mit dem F U ß B A L L! Wer diesmal Meister wird? Egal, Hauptsache NICHT (schon wieder, GÄHN) die Bayern. Der Wunsch: BORUSSIA DORTMUND!

P.S.: Noch ein Wunsch. Nach diesem ekelhaften bewussten Foul des Münchners Kimmich beim Supercup-Endspiel am Dortmunder Sancho hoffe ich, dass diese fehlerhaften bzw. falschen (Video-)Schiedsrichter-Entscheidungen – es gab anstatt VOLL-ROT nur lächerliches GELB – ZUGUNSTEN DER BAYERN in der Spielzeit 2019/2020 endlich aufhören. Hoffentlich haben diese – übrigens sehr SEHR gut bezahlten – Unparteiischen diesmal mehr Eier in der Hose als in früheren Spielzeiten. Wo die Bayern regel-technisch (zu) oft falsch bevorteilt wurden.

So, und nun ist das Auftaktspiel in München gerade, um 22.27 Uhr, zu Ende gegangen. Dem FC Bayern hat selbst ein geschenkter (Video-)Elfmeter nicht zum Sieg gereicht: 2:2  =  Respekt, Hertha BSC! 

2.) Pöni-FILM-LITERATUR: Sein neuer Film ist ein Volltreffer (= 5 PÖNIs). Hat nach drei Wochen im US-Kino die 100 Millionen-Einnahme-Dollar-Grenze überschritten, und für dieses Kinostart-Wochenende hierzulande prognostizieren Fachleute um die 470.000 Kinobesucher für den neuen Streich von Quentin Tarantino: „Es war einmal … in Hollywood“ (s. Kino-KRITIK). Das würde den meisten Wochenend-Zulauf bei der Premiere eines Tarantino-Films in Deutschland bedeuten. Einmal mehr sein Motto: „Ich mache meine Filme für die Fans, aber ich selbst bin der größte Fan. Also mache in den Film für mich, und alle anderen sind eingeladen“ (wie er einst nach der „Kill Bill“-Produktion kund-tat). Und diese seine Kino-Einladung nehmen – bei uns wie weltweit – zur Zeit offensichtlich bei seinem neuen Mammut-Werk gerade viele gerne an.

Tom Shone wurde vor allem als Filmkritiker für „The New Yorker“, „New York Times“ und „Vogue“ bekannt. Er unterrichtet Filmgeschichte an der New York University und hat bereits Bücher über Woody Allen und Martin Scorsese veröffentlicht. Im Vorjahr kam bei uns sein riesiger Bild- und Kommentar-Band „TARANTINO“ heraus. Über die ersten 8 Spielfilme des einflussreichen, markanten und kontroversen KINO-Maestros, also bis „The Hateful Eight“. Dabei wird seine außergewöhnliche Arbeitsweise ebenso skizziert wie von Wegbegleitern kommentiert. Illustriert mit über 200 „Riesen“-Aufnahmen aus den Filmen des Kult-Regisseurs und von der Arbeit am Set. 40,- EURO kostet diese imponierende Hommage an diesen einzigartigen, kreativen Filmemacher. Ganz dicke Schmöker-Empfehlung für diese begeisternde 256-seitige Cinema-Liebhaberei!

Joe Cocker 2003 (Fotoquelle: Carl Lender at https://www.flickr.com/photos/clender/
– GNU Free Documentation License)

3.) Pöni-MUSIK: Ich habe IHN im Laufe seiner langen Karriere wohl an die 25 mal live bei Konzerten erlebt: JOE COCKER. Der gelernte Gasinstallateur aus dem britischen Sheffield (*20. Mai 1944 – †22. Dezember 2014, in Crawford, Colorado) war seit Woodstock und seiner Beatles-Hymne „With a Little Help from My Friends“ samt seiner „inspirierenden“ Luftgitarrennummer und seinem legendären Kehlkopf-Schreien eine Wahnsinns-Anhörung. Eines aber war bei fast allen Begegnungen bei ihm nicht „zu bekommen“: LÄCHELN! Das war überhaupt nicht seine Stärke. Und Lachen schon gar nicht. Wie es aber ist, wenn JOE COCKER tatsächlich verschmitzt und bübisch lächelt, das ist auf einem tollen Video-Clip zu erleben, zu genießen. Entstanden ist er – unter der Regie von Tony Van den Ende – anlässlich seines 1997er Hits „Noubliez Jamais“ („Vergesst niemals“), gemeinsam mit der wunderschönen weiblichen französischen Ikone Catherine Deneuve. WIE die Beiden charmant und offensichtlich bei bester Laune miteinander scharwenzeln, wobei SIE mehr auf IHN, den Schüchternen, abfährt, ist eine Gefühlswonne. Dieser 4:50 Minuten-Clip zählt für mich zu denjenigen, die eine bleibende wohltemperierte Empathie verströmen. Diese Herzenswärme ist nicht nur gespielt: Da mögen sich ganz offensichtlich Zwei. Zudem: Zugleich wird hier eine schöne, liebevolle Kurzgeschichte erzählt. „NOUBLIEZ JAMAIS“ ist ein Song- UND Bild-Genuss, und deshalb in dieser Woche Pönis Privat-Hit Nr. 1:

Wünsche ALLEN eine angemessene gefühlsintensive Woche. HERZlichst: PÖNI Pönack

kontakt@poenack.de

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