PÖNIS BLOG (369/02.01.2026): ALLES BESTE FÜR 2026; „DER FREMDE“; THERAPIE FÜR WIKINGER; „TV-TIPP; MUSIK

Wünsche der Gemeinde ein friedfertiges, vor allem gesundes und erfolgreiches neues Lebensjahr. Mit viel Herz und Glück.

1.)       LEBEN. Titel = „DER FREMDE“ von FRANCOIS OZON (B + R + Produktion; Fr 2024; nach dem 1942 erschienenen gleichnamigen Roman von Albert Camus; K: Manuel Dacosse; M: Fatima Al Qadiri; 120 Minuten; deutscher Kino-Start: 1. Januar 2026). Wir gehen zurück. Mit der ZEIT. Befinden uns 1938. In Algier. Lernen einen jungen Mann namens MEURSAULT kennen. Der uns von Anfang an erst ein bisschen, dann immer mehr „MERKWÜRDIG“ erscheint. Von dem karge Sätze fallen. Wie „Ich hab‘ nichts gedacht“. Oder „Das weiß ich nicht“. Notiere mir Aussprüche von ihm herum wie „Ein Egal-Mensch“. Oder auch „Ein Null-Mensch“. Und „Du bist seltsam“. Sowie „Du bist nicht wie die Anderen“.

Es handelt sich bei „THERAPIE FÜR WIKINGER“ übrigens um den sechsten Spielfilm von FRANCOIS OZON.

Ja was denn nun  –  ist ER glücklich? Oder nur banal? Oder beides? Oder ist er gar / nur ein Niemand-Exot? DEN er oft präsentiert?
Wende mich der klassischen Literatur zu: „DER FREMDE“ gilt als eines der meistgedruckten französischen Romane des 20. Jahrhunderts. Das Magazin „Der Spiegel“ zählt den Roman zu den besten 100 zwischen 1925 und 2025.

Die sensible Kontaktaufnahme startet, soweit gedanklich möglich, mit diesem sonderbaren Algerien-Franzosen Mersault (BENJAMIN VOISIN). Und ich strande schon wieder. Bei seiner sanften  Satzfeststellung „Das Gleichgewicht des Tages ist zerstört“.

Seine Mutter ist gerade gestorben. ER nimmt dies zur Kenntnis. Und was bietet ER sprachlich an?: „Ich weiß nicht“. „Ich schlage Zeit tot“ lässt Mersault hören. Und dann bietet doch DAS, also SOWAS, dieser krasse Geselle (nochmal) wort-besonnen an, als er von einer jungen Arbeitskollegin namens Marie Cardona (REBECCA MARDER) nett-provokant angesprochen wird. „Aufgefordert“ wird. Beginnt etwa SO Liebe zu entstehen? Schweigsam, verschlossen? Desinteressiert? Uninteressant? Oder was denn bloß?

Eine Missetat. Wie, warum, wieso, das können wir beim Lesen (Roman) und Schauen (Kino) herauszubekommen versuchen. Währenddessen sich „das Paar“ einem Kinofilm – mit Fernandel – zuwendet. Als amüsante Zwischendurch-Ballade, aufwallend im atmosphärischen Schwarzweiß-Panorama. Marie lächelt derweil. Ist einer Affäre nicht abgeneigt. Und meldet sogar „Heirat“ an. Dann kehrt ER in sein – mattes – alltägliches Leben zurück. Weil …

Nebenfiguren treten an. Besser – auf. Ein Nachbar verwickelt ihn in ein undurchsichtiges wie sonnen-intensives und schließlich gewaltiges Vorkommnis . Was schließlich zu einem schlimmen, tragischen Vorfall führt. „Ich bin für keine moralischen Prinzipien zu haben“, setzt Mersault seelische Zeichen: „NICHTS IST VON BEDEUTUNG“. Beginnt er klarzustellen.

Der Prozess kommt in Gang.

Der Rest ist spannendes Papier und faszinierendes Zelluloid. Das empathische Ozon-Camus-Abenteuer zu erleben  = lohnt sich (= 4 PÖNIs).

2.)       YESSIG. Titel = „THERAPIE FÜR WIKINGER“ von Anders Thomas Jensen (B + R; Dänemark/Schweden 2004; K: Sebastian Blenkov; M: Jeppe Kaas; 116 Minuten; deutscher Kino-Start: 25.12.2025. Zwei Brüder. Manfred (MADS MIKKELSEN) und Anker (NIKOLAJ LIE KAAS). Sagen wir so – sie sind nicht normal. Na ja, Anker kriegt sein Dasein halbwegs in den Griff, er hat ja auch seine 15-jährige Haftstrafe wegen Raubes und Nochwas abgesessen; während sein Bruder Anker völlig defekt, also kaputt ist. Mit dem „normalen Dasein“ kriegen die Brüder reichlich Probleme. Hauptanliegen: Die einstige Bankraubbeute hat damals der Manfred vergraben. Doch DER leidet seit seiner Kindheit an einer Identitätsstörung. Dass er so lange auf seinen Bruder warten musste, ist IHM gar nicht gut bekommen. Ums vorsichtig zu sagen. Die ganze Chose läuft ziemlich durcheinander-kaputt. Zudem spielt hier MUSIK eine ziemliche Hauptrolle. Angesiedelt zwischen The Beatles, ABBA und Nochwas. Was sich nicht gerade vorteilhaft anhört.

Konstatieren wir also: Alle haben hier was an der skandinavischen Klatsche. Lautet das schräge Filmmotto. Die Suche nach viel Geld, na ja. Im Wald-Sand. Also schmutzig. Wird gewühlt. Okay.  Unberechenbare Brüder, yessig. Man mag sich, und dann auch wieder nicht. Gerade so, und dann wieder ganz anders.

Der robuste Streich stammt von ANDERS THOMAS JENSEN. Der ist schließlich einer der besten Dänischen Filmhersteller. Lotet gerne und süffisant und pointiert tiefschwarzen heimatlichen Humor aus. Weiß, wir man listig-geschickt die Grenzen des guten Geschmacks talkt. Also herumführt. Wie schon bei „ADAMS ÄPFEL“ (s. Kino-KRITIK /2006/4 PÖNIs); „HELDEN DER WAHRSCHEINLICHKEIT“ (s. Kino-KRITIK /2021/4 PÖNIs) oder „DÄNISCHE DELIKATESSEN“ (4 PÖNIs) und „MEN & CHICKEN“ (s. Kino-KRITIK /2015/3 PÖNIs) werden zuverlässig und frech die Grenzen des guten Geschmacks ausgelotet.

Was öfters, meistens genehm ist (= 3 1/2 PÖNIs).

3.)       TV-TIPP = Der ARD-SCHWARZWALD-„TATORT“-Krimi war nicht immer wohlgesonnen. Dies aber änderte sich zuletzt als die Folge „DER REINI“ lief und sehr ordentliche Kritiken einheimste (s. TV-KRITIK /16.11.2015 /4 PÖNIs). Nun passiert, dass der zweite aktuelle Spannungsfilm des Neuen Jahres 2026 gleich wieder aus dem Schwarzwald kommt. Ab 20.15 Uhr. Titel: „DAS JÜNGSTE GEIßLEIN“. Hans-Jochen Wagner und Franziska Tobler bekommen als Berg & Eva einiges zu tun. Nach der Ausstrahlung steht meine Kritik auf allen bekannten Kanälen. Wie gehabt.

Nachdem am letzten DONNERSTAG, 1.1. gleich mit einem exzellenten Dresden-Hammer dieser erstklassig, also Psycho-spannend,  funktionierte (= Meine Bewertung aus dem Urlaub:  4 1/2 PÖNIs), ist die neue Neugier zum 4.1. abends immens.  (Pardon: Was für kein gelungenes Deutsch). 

 

4.)       M U S I K:   Diese Klänge höre ich SEHR GERNE. ER ist am 20. Dezember 1948 in London geboren. Zählt zu den Künstlern der Rock-Classic: als Musiker, Tontechniker und Produzent  sowie ist Mitgründer von THE ALAN PARSONS PROJECT.  Ist meine MUSIK DER WOCHE:

BESTE GRÜSSE IN DIE WELT   –     VON UNS AN EUCH

PÖNI Pönack

kontakt@poenack.de

 

 

 

 

 

Teilen mit: