PETS 2

PÖNIs:     (3/5)

„PETS 2“ von Chris Renaud (USA 2016-2018; B: Brian Lynch; M: Alexandre Desplat; 86 Minuten; deutscher Kino-Start: 27.06.2019); es existieren die großen amerikanischen Animationsstudios wie Disney-PIXAR oder DreamWorks, die in ihre Trick-Produktionen um die 200 Millionen Dollar und mehr stecken, um profitable Hits wie „Findet Dorie“ oder „Drachenzähmen leicht gemacht“ herzustellen, und es gibt „mittlere Unternehmen“ wie das „Illumination Entertainment“, die mit Budgets von 70 bis 80 Millionen Dollar auch riesige Kassenerfolge hatten mit Animationshits wie „Minions“ oder, 2016, mit „Pets“ (s. Kino-KRITIK). Also „Haustiere“.

Weil DIE damals weltweit so riesig ankamen, entstand jetzt die Fortführung. Mit derselben Idee als Ausgangspunkt: Was eigentlich stellen unsere possierlichen Haustiere an, wenn „Mensch“ abwesend ist? Dabei wurde jetzt die Show auf drei parallel verlaufende Abenteuer-Geschichten verteilt. Story 1 handelt von Terrier MAX (deutsche Stimme; Jan Josef Liefers), und seinem Wohnungskumpel, dem Großhund-Wuschel-Neufundländer Duke (Dietmar Bär). Nachdem Frauchen einen Sohn namens Liam bekommen hat, fühlt sich besonders Max voll verantwortlich für den menschlichen Nachwuchs. Als es auf einen Ausflug aufs Land geht, winken dort natürlich viele „Gefahren“ für das Baby, so dass Max mächtig zu tun bekommt. Dabei spielt der alte Farmerhund Rooster (Original: Harrison Ford/deutsch: Wolfgang Pampel) eine gewichtige Rolle.

Währenddessen hat Zuhause, in Manhattan, Spitz-Dame Gidget (JELLA HAASE) das Lieblingsspielzeug von Max, auf das sie aufpassen sollte, verloren: das Quietschebienchen. Das sich jetzt inmitten einer Horde von neurotischen Katzen befindet. Und schließlich ist da ja noch Kaninchen Snowball, das als Superheld „Captain Snowball“ bemüht ist, einen jungen weißen Tiger aus den Fängen eines ekligen Zirkusbesitzers zu befreien.

„PETS 2“ ist ein typischer Fortsetzungsfilm. Man bemerkt die Hektik, möglichst schnell nach dem ersten (riesigen) Erfolg die Weiterführung zu kreieren. Dabei leidet das niedliche Spektakel unter diesen gesplitteten und mitunter viel zu hysterischen Motiven. Wirkt viel zu sehr auseinandergerissen, so dass es erst in der Schlussphase zu einem furiosen Spaß mit Nervenkitzel-Charme kommt.

„Pets 2“, ein merkbar auf fröhlich getrimmtes, letztlich ganz nettes, tierisches mittelprächtiges Durchschnitts-Vergnügen (= 3 PÖNIs).

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