PAINT lT BLACK

Gute Kriminalfilme sind selten geworden, im Kino wie auf Kassette. Die schnelle Dutzendware des Fernsehens hat für viele, zu viele mittelmäßige Spannungsfilme gesorgt. Krimimäßig sind wir sozusagen „verblödet“ worden. Eine angenehme Ausnahme ist jetzt der amerikanische Streifen
PAINT lT BLACK“ von Tim Hunter (USA 1990; 98 Minuten; Video-Veröffentlichung: 15.10.1990).

Darin geht es um den Bildhauer Jonathan. Der hat Talent, aber auch eine Geliebte, die gleichzeitig seine Galeristin ist. Um ihn nicht zu verlieren, versucht Marion seine internationale Karriere zu verhindern. Doch dann lernt Jonathan Eric kennen, einen leidenschaftlichen Kunstsammler und Fan. Man freundet sich an.
Als Marion umgebracht wird, gerät natürlich Jonathan in Verdacht. Und der bekommt nun langsam, aber deutlich mit, was für ein teuflisches Spiel hier eigentlich abläuft.

„Paint lt Black“ ist nach „Das Messer am Ufer“ der zweite Film der Hollywood-Begabung Tim Hunter. Der erzählt eine reizvolle Story, stellt undurchsichtige, interessante Typen vor und kommt mit zahlreichen überraschenden Wendungen daher. Und: Er zitiert gerne Meister Hitchcock. Denn die Filmmusik ist ein Thema aus „Der zerrissene Vorhang“, und die Schlussszene erinnert stark an die Schlusssequenz aus „Der unsichtbare Dritte“. Rick Rossovich und Doug Savant heißen die unbekannten, aber guten Hauptakteure in diesem unkonventionellen Thriller-Vergnügen „Paint lt Black“.

Anbieter: „Concorde Video“ (vergriffen)