OSSI´S ELEVEN

OSSI´S ELEVEN“ von Oliver Mielke (B+R; D 2007; 93 Minuten; Start D: 28.02.2008); ist schon mal außerordentlich titel-originell. Mielke kommt aus der Comedy-/Comedian-Ecke von „Pro 7“, hat Formate wie die „Bullyparade“ mit-geschaffen und legt hier seinen ersten Kino-Spielfilm vor. Eine melancholisch-atmosphärisch angehauchte Lächel-Geschichte um originale wie zugereiste Ossis, die die triste Plattenbau-Stimmung zwischen Langeweile und Hartz IV, zwischen Angeberei und Depression durch einen, na ja, „raffinierten Coup“ aufmöbeln möchten.

Dabei geht es im Grunde weniger um „das Ding“, sondern mehr um die zwischenmenschlichen Befindlichkeiten innerhalb des Teams. Das wird ganz nett belichtet, tut gedanklich wie filmisch nicht weh, ist bisweilen ob der manchmal wirklich urigen Typen und Sprüche ganz pointiert und spaßig. Wobei allerdings jederzeit deutlich wird, mit welchem Humor- bzw. Witz-Pfund-hier man hätte durchaus ironisch hausieren gehen können. Da werden gescheite Slapstick-Ideen bisweilen geradezu rabaukenhaft-schlicht verschenkt, da fehlt der personelle Mut zu spannenderen „Ganz oder gar nicht“-Figuren. Zudem kommt „Stimmung“ manchmal nur ziemlich zäh in Bewegung/in Schwung. Dennoch kann man DEM HIER keinesfalls böse sein, ganz im Gegenteil: Mitunter ist dennoch/durchaus passable Schmunzel-Unterhaltung angesagt.

Mit guten, bekannten (TV-)Akteuren wie u.a. TIM WILDE, MICHAEL BRANDNER, STEFAN JÜRGENS, KAROLINE EICHHORN und RAINER BASEDOW (= 3 PÖNIs).

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