OPERATION: KINGDOM

OPERATION: KINGDOM“ von Peter Berg (USA/D 2007; 110 Minuten; Start D: 11.10.2007); ist der 4. Spielfilm des Regisseurs und Schauspielers. Als Schauspieler u.a. in Filmen wie „Cop Land“/1997 + „Collateral“/2003 und als Regisseur: „Very Bad Things“/1998 + „Welcome to the Jungle“/2003).

Mit dem erfahrenen Produzenten MICHAEL MANN (zuletzt: „Miami Vice“) im Schlepptau, entwickelt der Regisseur einen aufregenden Action-Film mit aktuellem Polit-Geschmack. Bei dem schon der Vorspann „neugierig“ macht: Mittels Nachrichtenbilder-Montage à la Michael Moore gibt es eine Lektion in Sachen paranoide saudisch-westliche Zwangs-Ehe. Über die Verquickung des archaisch-strukturierten Feudalstaates mit westlichen Öl-Konzernen unter Nennung der „engagierten“ Bush-Family. Sowie mit dem Hinweis, dass 15 der 19 Attentäter vom 11. September 2001 Saudis waren. Und dass die königliche Herrscherfamilie einerseits die Amis als Schutzmacht und Handelspartner benötigt, andererseits aber – in einer Art religiösem Ablasshandel – radikale Islamisten finanziert, um „die Gemeinde“ „zu beruhigen“.

Um Öldurst und Terrorismus sowie um den Kampf der Kulturen geht es dann auch in diesem Action-Drama: In der aufregenden Ouvertüre dringen in Riad Selbstmordattentäter in das abgesicherte Wohngebiet eines Ölkonzerns und richten unter den amerikanischen Angestellten/Familien ein gigantisches Blutbad an. Das FBI will den Fall vor Ort untersuchen, wird jedoch durch konkurrierende Regierungsbehörden behindert. Schließlich aber werden vier FBI-Experten beauftragt, die Ermittlungen vor Ort aufzunehmen und die Terroristenzelle zu vernichten. Trotz vieler Versuche, ihre Arbeit zu torpedieren, gelingt es ihnen dennoch, die Angreifer, die bereits einen weiteren Anschlag vorbereiten, ausfindig und dann unschädlich zu machen.

Wie gesagt, wir befinden uns hier in einem energiegeladenen HOLLYWOOD-Film. Nichtsdestotrotz ist er nicht nur packend-spannend, und hoch-emotional (= mit einem der polizeilichen Aufpasser entwickeln sich freundschaftliche Privat-Kontakte), sondern auch unverblümt interessant- irritierend in der hintergründigen Beobachtung/Beschreibung der politischen Abgründe zwischen den „Doch-Verbündeten“. Motto: Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde. In den männlichen Hauptrollen sind die „Oscar“-Preisträger JAMIE FOXX („Ray“) und CHRIS COOPER („Adaption – Der Orchideen-Dieb“) an vorderster Front, während JENNIFER GARNER („Pearl Harbor“) für die kompetente weibliche Team-Begleitung sorgt.

Keine Dutzendware, sondern: Ein bemerkenswerter neuer Spannungsfilm aus Hollywood (= 4 PÖNIs).