Nordwand Kritik

NORDWAND“ von Philipp Stölzl (D 2008; 126 Minuten; Start D: 23.10.2008); ach-herrjeh ist DAS wieder so eine völlig trockene faule Pflaume von deutschem Film. Mit lauter an den Haaren herbeigezogenen Pappkameraden von männlichem wie weiblichem Personal. Ein nur in den Schlussmotiven etwas dramatischer BERG-Abenteuer-FILM.

Von Anfang an absolut vorhersehbar, reizlos; mit vielen stupiden erzählerischen wie geistigen Inhalten und Bewegungen, dazu die grauenvoll geführten Akteure, Benno Fürman, Florian Lukas, Johanna Wokalek, eben noch grandios als Gudrun Ensslin im “Baader-Meinhof-Film“, jetzt als ein nur naiv dümmlich-dreinschauendes Kariere-Weibchen mit Dann-Doch-Tapfer-Moral. Völlig albern und platt; und mit einem von der ersten Minuten an völlig “abgesteckten“ Ulrich Tukur als “typischem“ Nazi-Mitmarschierer. Dazu wieder mit diesem unappetitlich-bombastischem Brüll-Sound, der natürlich alles DAS “erklären“ soll, was die Inszenierung und die Bilder nicht auszudrücken vermögen.

Dass es diesen missglückten Angriff auf die legendäre Schweizer Eiger-Nordwand zur Zeit der Nazi-Olympiade tatsächlich gegeben hat, ist und bleibt Alibi-wurscht angesichts dieser meist zähen, reizlosen Naiv-Bilderchenmarke “Der Berg ruft…“ (= 2 PÖNIs).