Mr. Bean macht Ferien Kritik

MR. BEAN MACHT FERIEN“ von Steve Bendelack (GB 2007; 90 Minuten; Start D: 29.03.2007); einem hierzulande unbekannten britischen Regisseur, der aus dem TV-Comedy-Genre kommt. Er holt eine der bekanntesten wie populärsten britischen Stummfilm-Spaß-Figuren auf die Leinwand zurück: „Mr. Bean“. Diese herrlich kindisch-anarchistische Nervensäge des britischen Komikers ROWAN Sebastian ATKINSON, geb. am 6.1.1955 in Newcastle, die dieser in der gleichnamigen TV-Serie von 1989 bis 1995 (mit insgesamt 14 Folgen) verkörperte. 1990 wurde die Serie mit der „Goldenen Rose von Montreux“ ausgezeichnet. 1997 kam der in den USA gedrehte Spielfilm „Bean – Der ultimative Katastrophenfilm“ weltweit erfolgreich in die Kinos, in dem Mr. Bean erstmals eine Sprechrolle hatte. 2002 wurde die Figur als Cartoon nochmal aktiv, aber da die Originalserie vor allem von Atkinsons unverwechselbarer/unvergleichlicher Mimik lebte, hielt sich der Erfolg der Zeichentricktrick-Version in Grenzen. Jetzt läuft also der 2. Kinofilm mit diesem beliebten britischen Tollpatsch an.

Story: Ein Chaot auf Reisen. Denn Mr. Bean hat gewonnen. Den Hauptpreis. Eine Reise. Bei der Lotterie seiner Kirchengemeinde: Eine Woche Urlaub an der französischen Mittelmeerküste. Dazu: Eine nagelneue Videokamera. Mit der will er seine Tour Richtung Cote d´Azur/Cannes festhalten. Natürlich läuft nichts so ab wie geplant. Schließlich ist Bean weiterhin d e r egoistische Kleinbürger, den seine naiv-unbezähmbare Neugier von einem Fettnäpfchen in das nächste treibt. Dabei ist sein „derber“ Humor vor allem wieder sehr „körperbetont“ und kommt fast vollkommen ohne Text/Sprache aus. Bean lässt Koffer, Pass + Ticket auf der Strecke, bekommt einen russischen Jungen sowie später noch eine charmante Französin an die Partner-Seite und begegnet des Öfteren einem selbstverliebten amerikanischen Regisseur (klasse selbstironisch: WILLEM DAFOE), dem er schließlich in Cannes, auf dem Festival, unfreiwillig zu Ehre und Ruhm verhilft.

Der neue Bean-Film ist eine zäh anlaufende, sich dann aber angenehm-augenzwinkernd-albern verbreitende Nummern-Revue dieses schrulligen Grimassenschneiders, der sich auf den kindlich-grotesk-klamaukig-komischen Spuren von Tati, Chaplin und Jerry Lewis bewegt. Ein Clown/ein Narr/ein Schelm des Alltags, der all die schönen unordentlichen/kaputten/zerstörerischen (Spaß-)Sachen machen darf, die man gerne mitunter auch mal gerne (aus-)probieren würde, aber nicht darf. Mr. Bean ist auf der Leinwand nochmal der sympathisch-unkorrekte Idiot, der okay-gut-unterhält (= 3 PÖNIs).