MGM-Studio

Video-Filmtips für RIAS 2 – „Treffpunkt“ vom 13.04.1992

MGM

MGM – das Kürzel für „Metro-Goldwyn-Mayer“, dessen Markenzeichen der brüllende Löwe ist – zählt seit 1924 zu den größten und traditionsreichsten Studios von Hollywood. Die bekanntesten Regisseure, die tüchtigsten Produzenten und die populärsten Schauspieler haben bei MGM gearbeitet. Und: Dort entstanden viele Filme, die heute als „Klassiker“ gelten. 15 von ihnen kommen in den nächsten Monaten als Kauf-Kassetten auf den Video-Markt. Die ersten 5 sind soeben erschienen. Film 1 stammt von 1965 und entstand damals unter größtmöglichem Aufwand und unvorstellbaren Kosten: 365 Sprech-Rollen, 50.000 Komparsen, über 1 Million Requisiten, 16,2 Millionen Dollar-Herstellungskosten für „BEN HUR“ von William Wyler. Mit d e m gewaltigen Höhepunkt: Dem Quadriga-Rennen im Zirkus. „Ben Hur“, mit Charlton Heston in der Titelrolle, erhielt 1966 11 „Oscars“ und ist ein Gigant in der Filmgeschichte.

Ebenso wie „2001: ODYSSEE IM WELTRAUM“ von Stanley Kubrick. 3 Jahre, von 1965 bis 1968, arbeitete der britische Perfektionist an dieser herausragenden Science-Fiction-Oper. Das Thema: Die ebenso kühne wie ironische Entwicklungsgeschichte der Menschheit. Mit revolutionärer Trick-Technik beschrieb Kubrick den Endkampf zwischen einem intelligenten Computer und dem letzten Menschen. „2001: Odyssee im Weltraum“ ist ein Meilenstein des phantastischen Kinos.

Als monströse Adaption eines berühmten historischen Romans ist dagegen der 1951 gedrehte MGM-Film „QUO VADIS“ von Mervyn Le Roy bekannt geworden. Peter Ustinov brillierte als wahnsinniger Kaiser Nero, der Rom in Schutt und Asche legen lässt, um es dann neu und glänzend aufzubauen.

Einen der größten filmischen Schmachtfetzen der Filmgeschichte schuf Victor Fleming 1939 mit „VOM WINDE VERWEHT„. Der ist ein Klassiker in Sachen Herz und Schmerz. Vivian Leigh und Clark Cable gelten auch heute noch als d a s Liebespaar des Films.

Als schließlich 5. und letzter Klassiker kommt ER zum Vorschein. Am vergangenen Freitag wurde er 60, und 1965 kam für ihn d i e Rolle seines Lebens: Für Omar Sharif als „DOKTOR SCHIWAGO„. Regisseur David Lean machte aus dem Roman von Boris Pasternak ein rührseliges „Mütterchen Russland“-Schicksal mit lyrischen und melodramatischen Bildern. „Doktor Schiwago“, der 5. MGM-Klassiker, der in diesem Monat als Sammler-Kassette auf Video herausgekommen ist.