Meerjungfrauen küssen besser Kritik

Um Toleranz und Glück geht es beim schmucken Hollywood-Stück „MEERJUNGFRAUEN KÜSSEN BESSER“ von Richard Benjamin (USA 1990; 110 Minuten; Start D: 30.05.1991).

Es ist der 8. Spielfilm des
Ex-Schauspielers Richard Benjamin. In “Mermaids“, so der Originaltitel, geht es um die alleinerziehende Mrs. Flax und ihre Töchter Charlotte, 15, und Kate, 10. Während sich Kate als ganz normaler Teenie und talentierte Wasser-Nixe entwickelt, kommt Charlotte mit dem unruhigen und “sündigen“ Leben ihrer Mutter nicht klar. Um ihre brodelnden Hormone unter Kontrolle zu bringen, hat sie sich ungeachtet ihrer jüdischen Herkunft dem Christentum verschrieben und plant die Dauer-Reue als Möchtegern-Nonne. Mama dagegen legt wieder einmal kräftig los und gibt noch so nebenbei für die aufgeschreckte Tochter feine Lebens- Ratschläge.
Doch dann tauchen ernsthafte Probleme auf. Charlotte glaubt durch den ersten Kuss schwanger zu sein, und Mrs. Flax sieht sich von einem stürmischen Don Juan umworben.

“Meerjungfrauen küssen besser“ ist eine erfrischend komische Komödie um Emanzipation und Lebensangst, um Lust und Frust, um Gefühle mit Folgen. Sie funktioniert deshalb so unterhaltsam, weil mit den 3 Hauptakteuren CHER, Nachwuchs-As WINONA RYDER und BOB HOSKINS drei vorzügliche Charaktere glänzend mitmischen. “Meerjungfrauen küssen besser“ ist ein dufter Vor-Sommerspaß mit Tiefgang-Ambitionen (= 4 PÖNIs).