Lord of War – Händler des Todes Kritik

LORD OF WAR – Händler des Todes“ von Andrew Niccol (B, Prod.+R; Fr/USA 2005; 122 Minuten; Start D: 16.02.2006); einem gebürtigen Neuseeländer, der 1997 mit der Verfilmung seines eigenen Drehbuchs „Gattaca“ sein Spielfilmdebüt gab. Eine „Oscar“-Nominierung bekam er für sein Drehbuch zu „Die Truman Show“, mit Jim Carrey. Seine zweite Regie-Arbeit war im Jahr 2002 die mit Al Pacino hochkarätig hauptrollenbesetzte Mediensatire „Simone“, die hierzulande gleich auf DVD erstveröffentlicht wurde. In seinem neuesten Spannungsfilm geht es um den zwielichtigen Waffenhändler Yuri Orlov, der in dem von der russischen Mafia kontrollierten Immigrantenviertel `Little Odessa`in New York aufwuchs und bald begriff, wo und wie das SCHNELLE GELD zu holen ist. „Ich verkaufe Waffen an alle Armeen, außer der Heilsarmee“, teilt der eloquente Plauderer freundlich-zynisch mit. Dessen Geschäfte mit Waffen aus russischen Armeebeständen rasant expandieren.

„Lord Of War“ schildert die (fiktive) Lebensgeschichte eines international operierenden Schmugglers, der von „Oscar“-Preisträger NICOLAS CAGE („Leaving Las Vegas“) mit ironischer Nüchternheit „echt“-prima vorgestellt wird. Und thematisiert darüber hinaus ein brandaktuelles Feld, den lukrativen Waffenhandel, das SO im amerikanischen Kino noch nie behandelt wurde. Mit ETHAN HAWKE (als verfolgender Interpol-Ermittler), Jared Leto und Ian Holm in weiteren guten Rollen. Begrenzt provozierend, weil dann doch nicht in „wirkliche Tiefen“ gehend, aber angenehm intelligent und dabei höchst unterhaltsam (= 3 PÖNIs).

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