LOMMBOCK

„LOMMBOCK“ von Christian Zübert (B + R; D 2016; K: Philip Peschlow; M: unbenannt; 106 Minuten); damals, im Jahr 2000, war’s schon so la-la, da hieß die Show noch „Lammbock“ (s. Kino-KRITIK), jetzt, wie merkwürdig-ulkig, mit neuem zweiten Buchstaben im Titel, aber keineswegs witziger. Ganz im Gegenteil, die Fortführung – in Co-Produktion mit „SevenPictures Film“ von „ProSieben / Sat.1 und mit einigem Fördergeld entstanden – ist deutsche Humor-Gosse.

Vor 15 Jahren, da waren sie noch wild. Haben auf Deibel komm‘ raus gekifft und geprollt, wollten die Erwachsenen-Stufe nicht wahrnehmen. Doch irgendwann war Trennung annonciert: Stefan (LUKAS GREGOROWICZ) haute ab aus Würzburg, Kai (MORITZ BLEIBTREU) blieb. Zurück. Heute benötigt Karriere-Boy Stefan seine Geburtsurkunde, will in Dubai die taffe Geschäftsfrau Yasemin ehelichen, und weil man ja so eine Urkunde heutzutage nur persönlich bekommt, düst er eben mal schnell nach Würzburg. Stößt dort nicht nur seine Ex auf dem Amt (ALEXANDRA NELDEL), sondern natürlich auch auf seinen alten Kumpel Kai. Der hat zwar Frau und Kind an der Backe, ist aber immer noch derselbe Berufsjugendliche von einst. Geht auf Tauchstation, wenn es um Irgendwie-Verantwortung geht, überschätzt sich und seine – angeblichen – Talente immer noch total. Quatscht und kifft dafür in Übermenge. Und umgekehrt. Hört sich zu gerne reden. Und glaubt an den Scheiß, den er lässig verbreitet. Ein typisches Arschloch als angeberischer Bescheißer. Natürlich will Stefan dies nicht so richtig wahrhaben und wahrnehmen, außerdem möchte er ja auch gleich wieder zurück ins Sonnen-Glück, doch da sei Kai vor. Auf die alten Zeiten: Man kifft also wieder auf Deibel komm‘ raus, holt die alten Pubertäts-Macken hervor, mit Umschnall-Dildos und jetzt auch YouPorn und Skype, und gibt ihren primitiven Affen mächtig Sauer-Zucker. In einer Geschichte, die wahrscheinlich auch beim Kiffen entstand, so behämmert und dumpfbackig-läppisch-konstruiert erscheint sie.

Blöd-Monologe in faden Massen; mit saudämlichem Zudröhnungs-Appeal; vorhersehbar wie völlig unlustig, und das Ganze, Achtung Gag, auch noch des Öfteren in polnischer Sprache. Zwei Dämelsäcke auf ihrem aufdringlichen Beknackt-Aktionismus; was für ein entsetzlich schlaffer neuer deutscher Klamauk-Drogen-Film-Müll (= 1/2 PÖNI; für Weiß-aber-nicht-Was).