Letztes aus der DaDaeR Kritik

Mit „LETZTES AUS DER DaDaeR“ von Jörg Foth (D 1990; 86 Minuten; Start D: 07.10.1990)

Es gibt Filme, die dokumentieren Veranstaltungen, z.B. Theaterstücke oder Konzerte. In diesen Filmen geht es nur zweitrangig um Form, Aufbau und Anspruch. Hauptsache ist, dass der Zuschauer alles gut sehen kann. Der Film “Letztes aus der DaDaeR“ von DEFA-Regisseur Jörg Foth, geht in diese Richtung.
Zwei Clowns machen sich Gedanken über die Zeit zwischen der .Maueröffnung und der Wiedervereinigung. Oft hängt die Umgebung, in der sie auftreten, konkret oder symbolisch mit ihren Themen zusammen. Beispiel: Die Clowns reden vor einem Dinosaurierskelett über Hunger und Krieg. Oder: Sie verabschieden sich von der DDR auf einem Friedhof. Letzte Einstellung im Film: Ein Grabstein mit der Inschrift: Auf Wiedersehen.

Die Clowns, das sind zwei Komiker, Sänger und Kabarettisten aus der DDR: Steffen Mensching und Hans-Eckart Wenzel sind in der Vergangenheit oft genug auch illegal mit ihren politisch-satirischen Bühnenprogrammen aufgetreten.“Letztes aus der DaDaeR“ ist das aktuellste vom Duo Mensching/Wenzel. Für Jörg Foth‘s Film haben die Kabarettisten das Drehbuch geschrieben und geschauspielert. Da ergibt sich die Frage: Was hat denn eigentlich der Regisseur bei diesem Film gemacht? Seine Aufgabe wäre es gewesen, die einzelnen Episoden und Geschichten in eine filmische Form zu bringen. Das ist Regisseur Jörg Foth nicht gelungen. Der Film hat keinen Rahmen, kein Anfang und kein Ende, er ist hölzern. Da wird ein Lied nach dem nächsten gesungen. Im Anschluss kommt dann wieder ein satirischer Kommentar.

“Letztes aus der DaDaeR“ ist eine abgefilmte Nummernrevue. Ein Großteil davon ist nicht nachvollziehbar. Der Film klagt of an, unterm Strich bleibt dem Zuschauer ein Sammelsurium von gemischten Gefühlen (= 2 PÖNIs).

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