Johnny Handsome Kritik

Es ist das schwache Ergebnis der Zusammenarbeit zweier Exzentriker: WALTER HILL, Regisseur und MICKEY ROURKE, Schauspieler und Star. Hill hat knallharte, spannende Action-Filme wie “Driver“, “The Warriors“, “Nur 48 Stunden“, “Straßen in Flammen“ oder “Red Heat“ inszeniert. Rourke ist durch Filme wie “Im Jahr des Drachen“, “9 ½ Wochen“ oder “Angel Heart“ populär geworden. Seine letzten Auftritte allerdings, in und als “Homeboy“ und “Franziskus“, waren Flops. Flops nicht zuletzt deshalb, weil Mickey Rourke nicht mehr zu bremsen ist. Er will dominieren, über-dominieren, und überschätzt dabei sich und seine Ausstrahlung. Wirkt nur noch statisch, wie eine Puppe. Auch in seinem neuen Film „JOHNNY HANDSOME“. von Walter Hill (USA 1989; 94 Minuten; Start D: 15.02.1990)

In dem mimt Rourke einen Kriminellen, den seine Kumpane bei einem Coup zurücklassen. Da er aber stark im Gesicht entstellt ist, winkt nicht das Gefängnis, sondern die Chirurgie. Johnny wird als Versuchskaninchen behandelt und kommt dadurch “geheilt“ bald frei. Draußen wird aus dem Racheengel wieder der notorische Verlierer. Das hört sich viel toller an als es ist. “Johnny Handsome“ ist ein dümmlicher Thriller mit Psycho- und Action-Geschmack, bei dem Dauer-Solist Mickey Rourke erst als “Elefantenmensch“ und dann als Outlaw mehr nervt als interessiert. “Johnny Handsome“, das ist Ein-Typ-Entertainment als Unterhaltungsgelaber (= 1 PÖNI).

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