Inland Empire Kritik

INLAND EMPIRE“ von David Lynch (USA/Fr/Polen 2006; 172 Minuten; Start D: 26.04.2007); dem inzwischen 61jährigen cineastischen Exzentriker („Eraserhead“/1978; „Der Elefantenmensch“/1980; Blue Velvet“/1986; „Dune – Der Wüstenplanet“/1984; „Wild At Heart“/1990; „Lost Highway“/1997; „Eine wahre Geschichte – The Straight Story“/1999; „Mulholland Drive“/2001).

Sein neuer Film besitzt nun keine erklärbare Handlung mehr, lässt jeden erdenklichen/möglichen Interpretationsspielraum zu, hatte – als „Mystery-Drama“ – im Vorjahr Welturaufführung bei den Filmfestspielen von Venedig (außerhalb der Konkurrenz) und ließ ein irritiertes Publikum zurück. Wobei David Lynch (B+R) einräumte, dass sein immerhin 172minütiger Film nicht leicht zu verstehen ist und er selbst nicht genau weiß, wovon er eigentlich handelt: „Es geht nicht darum, etwas zu verstehen, sondern darum, etwas zu erfahren“. WAS ABER???

Wir erleben eine Art Parforceritt durchs Abgründige/Surreale, in der sich Alptraum/Spiel/NICHTS in der Auflösung von Raum und Zeit kreuzen. „Seine“ Hollywood-Aktrice LAURA DERN („Jurassic Park“; „Wild At Heart“; „Blue Velvet“) mimt eine berühmte Schauspielerin, die sich noch in einer Filmhandlung wähnt, während sie sich aber anscheinend längst wieder in der „Wirklichkeit“ befindet. Zudem existiert wohl noch ein „Double“ von ihr. Rätselhafte Motive/Posen/Gesten/Bewegungen, währenddessen dem gänzlich mit digitaler Handkamera gedrehten Film ein brummliger Spannungston beigegeben ist. Film als irrationaler Imaginationstraum, teilt der Künstler über seine „sinnlose Kunst“ mit: „Ich finde es eine schöne Idee, wenn jeder den Film für sich selbst interpretiert“.

Na dann: Onanie-Kunst oder: Ich fand keinen Zugang und empfand vorwiegend belästigende Langeweile. Uninteressant (= 2 PÖNIs).

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