Haus der Spiele Kritik

US-Kino ohne Plastik und Geschrei, ohne Bonbon-Bilder und Zuckerguss-Geschmack bietet der Debütfilm „HAUS DER SPIELE“ von David Mamet (USA 1987; 102 Minuten; Start D: 24.03.1988); dem Autoren und Pulitzer-Preisträgers.

Darin geht es um fortwährende Betrügereien. Allerdings mehr an Geld und Seele denn an Leib. Eine gut situierte Psychologin und Bestseller- Autorin gerät an einen sympathischen Schurken, der Menschen ausnimmt, ohne dass die davon etwas merken. Mit viel psychologischem Einfühlungsvermögen und professionellen Tricks. Ohne Gewalt und Hektik, nur mit reinen Worten und Gesten. Zwei scheinbar ebenbürtige Profis aus der Seelenecke treffen da aufeinander und beginnen i h r eigenes Spiel.

„Haus der Spiele“ besitzt Charme und Raffinesse wie einst das große Bluff-Movie „Der Clou“. Arbeitet mit dichten Bildern und bezieht seine durchgehende Neugier und Spannung aus der hervorragenden Präsenz der Schauspieler und deren geschliffenen Dialogen. Hier „testen“ sich Bürger und Gauner auf „höherer“ Ebene und das beschäftigt dann genüsslich ebenso Kopf wie Bauch. Ein Leckerbissen aus der intelligenten Spannungsschublade: „Haus der Spiele“ von David Mamet (= 4 PÖNIs).

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