Haus am See Kritik

DAS HAUS AM SEE“ von Alejandro Agresti (USA/Australien 2006; 99 Minuten; Start D: 06.07.2006); einem argentinischen Filmemacher (Jahrgang 1961), der mit Filmen wie „Mutter gesucht“ oder „Das letzte Kino der Welt“ auf internationalen Festivals bekannt wurde. In seinem ersten Hollywoodfilm ist das „Speed“-Paar von 1994 wieder vereint: KEANU REVES („Matrix“) und SANDRA BULLOCK („Während du schliefst“).

Deren „Chemie“ stimmt auch hier wieder, aber: Hier ist für Nur-Logik-Denker kein Platz: Zwei lernen sich per Brief-Post in zwei verschiedenen Jahren kennen. Während er, der Architekt, noch im Jahr 2004 lebt, hat sie, die Chicagoer Ärztin, längst schon 2006 erreicht. Wie aber/wie also zusammenkommen bzw. zusammenfinden??? Eine irrationale, sanfte Stimmung. Mit stillem Humor, mit einer angenehmen Gelassenheit und vielen guten/ruhigen atmosphärischen Motiven sowie einem auch feinem musikalischen Gefühl wird eine sensible koreanische Grundidee recycelt, denn „Das Haus am See“ ist ein Remake des südkoreanischen Films „Il Mare“ aus dem Jahr 2000 (= der bei uns nicht lief). Lässt ein Paar über die Grenzen der Zeit reizvoll miteinander kommunizieren.

Hollywood macht daraus erstaunlich-unangestrengtes, elegant-verträumtes Feingefühl-Kintopp, das ANGENEHM-leicht (und eben nicht seicht) unterhält. „Das Haus am See“ wird später einmal ein Zeitreise-Klassiker/ein Lieblings- Hit im Sonntagsnachmittags-Herbst-/Winter-TV-Programm werden: Für die kuschelige Sofa-Romantik-Ecke…..(= 3 PÖNIs).

Teilen mit: