DIE GRELLEN LICHTER DER GROßSTADT

Der Film basiert auf dem im September 1984 herausgekommenen ersten Roman von Jay Mclnnerney:
“Bright Lights, Big City“. Mundpropaganda und Kritikerinteresse hoben ihn damals rasch in die Bestseller-Listen. Mittlerweile ist die 19. Auflage gedruckt, sind über eine halbe Million Exemplare verkauft und ist das Buch in 15 Sprachen übersetzt. Bei uns erschien der Roman unter dem Titel “Ein starker Abgang“ im Rowohlt-Verlag.

Die Verfilmung des Bestseilers besorgten ganz hervorragende Künstler. Co-Produzent ist Sydney Pollack, für die Kamera zeichnet der sonst für Woody Allen arbeitende Gordon Willis Verantwortung e James Bridges. In „DIE GRELLEN LICHTER DER GROSSSTADT“ von James Bridges, seit “Das China Syndrom“ anerkannt, (USA 1988; 107 Minuten; Start D: 14.07.1988); geht es um den jungen Jamie, der den Boden unter den Füßen verloren hat. Zwei Schicksalsschläge binnen kurzem haben ihn in die Schein- und Neonwelt von Manhattan entrücken lassen, wo gute Freunde ihn aufzuputschen verstehen. Der Rausschmiss aus einem lukrativen Job und der Besuch seines Bruders lassen Jamie erstmals nachdenklich werden. Er verlässt die Schicki-Micki-Welt seiner wochenlangen Umgebung und scheint den Willen zur persönlichen Veränderung zu haben.

“Die grellen Lichter der Großstadt“ besitzt mit MICHAEL J. FOX und KIEFER SUTHERLAND, Donald Sutherlands talentiertem Sohn, zwei ausgezeichnete Interpreten. Michael J. Fox, seit “Zurück in die Zukunft“ auch hierzulande beliebt, reitet nicht weiter auf seiner erfolgreichen Welle als Teenie-Star, sondern versucht sich erstmals und mit Erfolg in einer schwierigen Charakterrolle. In einem Film, der sich auf wenig grelle Effekte einlässt und endlich einmal ein ganz anderer, seriöserer Blick auf die sonst so liederlich beschriebene “Yuppie-Scene“ ist.

“Die grellen Lichter der Großstadt“ ist pures, gutes Unterhaltungskino (= 3 ½ PÖNIs).