Good, the Bad, and the Dead Heimkino

Kürzlich war erstmals ein Film von ihm bei uns im Heim-Kino erschienen, jetzt schon folgt ein zweiter von ihm: Die Rede ist vom 32jährigen US-Billig- und Schnell- B-Filmer TIMOTHY WOODWARD Jr., dessen Streifen „Schachmatt“ (s. Heimkino-KRITIK) neulich für rüden Sommerfilm-Rabatz sorgte. Die Steigerung erfolgt jetzt:

THE GOOD, THE BAD, AND THE DEAD“ von Timothy Woodward Jr. (Co-Produzent + R; USA 2015; B: Sean Ryan; K: Pablo Diez; M: Sid De La Cruz; 84 Minuten; Heimkino-Veröffentlichung: 14.7.2016).

Zwischen-Titel sorgen für ironisch-identifizierbare Personen-„Einstufungen“ und knallen nach und nach die amüsanten Typen-Stimmungen hoch: Die Anzugträgerin; der Drogen-Baron (Hackfresse DANNY TREJO); Die taffe Braut; Der Gesetzlose; Der erste Gesetzeshüter (übrigens: DOLPH LUNDGREN; einer der erfolgreichsten Doof-Schauspieler überhaupt/hier mit dem köstlichen deutschen Bruce Willis-Arroganz-Organ: Manfred Lehmann); Der zweite Gesetzeshüter (MICHAEL PARÉ/“Straßen in Flammen“); Der sexistische Anwalt („Ich bestimme, was ich will, wann ich will“). Dazu hat der ständige Timothy Woodward Jr:- Musikant mit dem schönen Namen Sid De La Cruz (= 2013 mit dem renommierten „BMI Jerry Goldsmith Film Scoring“-Förderpreis ausgezeichnet) einen Soundtrack beigemischt, der verdammt nach Ennio Morricones stimmungsvollen Western-Klängen riecht. Und wenn Sätze wie „Hier hat der Sensenmann gute Ernte gehabt“ fallen, dann wissen wir, wir befinden uns mittendrin in einem wüsten Western-Thriller-Rotz von heute. Apropos: der auch irgendwo in einem staubigen Wüstenzipfel startet.

Denn Brian Barnes (JOHNNY MESSNER) wacht hier ziemlich angeschlagen auf. Kommt zur Besinnung und entdeckt um sich herum viele Tote und einen Truck. In dem vier Millionen Dollar sowie eine riesige Menge Koks gebunkert sind. Das Problem: Dieser Typ, Brian, kann sich an nichts erinnern. An rein gar nichts. Was zunächst von Vorteil für ihn ist. Denn bald schon erweisen sich, also zeigen sich ALLE, die sich ihm nähern, als lebens-bedrohlich. Außerordentlich gefährlich. Für ihn. Rundum „schlecht“. Verkommen. Korrupt. Gierig. Gemein bis in die Fußspitzen. Während er Mühe hat, herauszubekommen, wer er überhaupt ist, wie das alles passiert ist und was er präzise damit eigentlich zu tun hat. Und je mehr er dann über sich und „DAS“ herauskriegt, umso schwieriger, besser schlimmer, wird das Überleben für ihn. Schließlich: Die Jagd ist längst eröffnet. Und ER ist das Ziel.

Ab und zu braucht man filmisch „so etwas“: Radau vom feinsten, also schlimmsten. Mit viel kerniger Action-Choreographie. Wo es nur darum geht, kurzweilig heftig-deftig abzudampfen. Mittendrin: Ein – unschuldiger? – Outlaw, der mal als Opfer, mal als Jäger herummacht. Diese Zack – Bumm – Down-Atmosphäre, darum geht es. Fernab jedweder Anständigkeit. So laufen gute schmutzige B-Movies. Dies hier ist so einer. Schnell, hart, fies, immer darum bemüht, „auf die 12“ zu jubeln. Punkt.

Prima unsinnig: Gute Unterhaltung!

Anbieter: „Tiberius Film“

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