Gauner gegen Gauner Kritik

Es gab eine französische Spitzenkomödie mit dem Titel “Die Bestechlichen“. Darin ging es um zwei Pariser Polizisten. Der Ältere war ein ausgebuffter Fuchs, der es sich gerne kostenlos-gemütlich machte im Revier. Der Jüngere dagegen hatte saubere Flausen im Kopf und wollte ein ehrlicher Gesetzeshüter sein. Philippe Noiret und Thierry Lhermitte waren ein vorzügliches Gespann. 1990 tauchen die Beiden wieder auf. „GAUNER GEGEN GAUNER“ von Claude Zidi (Fr 1990; 107 Minuten; Start D: 31.05.1990); heißt die Fortsetzung. Aber wie das mit Fortsetzungen so ist…wieder dasselbe Thema, dieselben Geschichten.

Der Junge will nun endgültig ‘ehrlich‘ werden, der Alte möchte das unbedingt verhindern. Zwei Kollegen versuchen hinterhältig in ihre Fußstapfen zu treten und so weiter…und so weiter. Eine Stunde lang unterhält das auch noch ganz akzeptabel, weil das zügige Tempo und die flotten Einfälle keine Zeit für kritische Anmerkungen und Luftholen lassen. Dann aber gehen Stoff und Film die Puste aus. Dann wird nur noch dramaturgisch “gewürgt“, und man rettet sich mit Mühe und vielen Längen über die lahmen letzten Unterhaltungsrunden.

“Gauner gegen Gauner“, übrigens auch mit einer faden 08/15-Synchronisation anzuhören, ist ein typischer Durchschnittsfilm. Motto: Weder Fisch noch Fleisch (= 2 ½ PÖNIs).

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