Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs Kritik

FRAUEN AM RANDE DES NERVENZUSAMMENBRUCHS“ von Pedro Almodovar (B+R; Spanien 1988; 90 Minuten; Start D: 23.02.1989).

Pepa lebt mit Ivan zusammen, beide verdienen ihr Geld als Synchronsprecher. Ivan hat eine neue Flamme entdeckt und will Pena sitzen lassen. Die allerdings tickt völlig aus, zumal sie gerade festgestellt hat, dass sie schwanger ist. Wie es im Leben so spielt, so geschieht es auch in dieser Komödie: Ein Unglück kommt selten allein.

Pepas naive Freundin Candela sucht bei ihr Unterschlupf. Auch sie steckt in größter Not. Sie hat entdeckt, dass ihr Freund ein schiitischer Terrorist ist und von der Polizei gesucht wird. Auf diese Weise füllt sich Pepas Wohnung allmählich mit mehr oder weniger durchgeknallten Personen. In Komödien wird zumeist heftig übertrieben, das ist auch bei Almodovar der Fall. Dennoch basiert sein Film auf denkbaren und nicht unrealistischen Ideen, die hauptsächlich durch die exzellente Besetzung der Rollen und durch die zum Himmel schreienden Dialoge rührend komisch wirken. Schließlich liegen in Pepas Wohnung mindestens 8 Personen verstreut herum Warum?

Nun, eine Ex-Frau von Ivan ist aufgetaucht um Rache zu nehmen, zwei Polizisten suchen den Terroristen, ein Postbeamter will das von Pepa schändlich behandelte Telefon reparieren. Pepa hat sie alle kurzerhand mit Gazpacho abgefüllt, das für Ivan gedacht war. Mischungsverhältnis: 1:1 Gazpacho und Schlaftabletten.
Wie die Geschichte ausgeht soll hier nicht verraten werden, nur so viel, alles endet in einem spannenden Countdown.

Was an Almodovar’s Film besonders viel Spaß macht: Alle mitspielenden Personen werden im Laufe des Filmes vorgestellt und tauchen immer wieder auf. Der Zuschauer erinnert sich an sie und ihre Macken und entwickelt eine Art liebevolles Verhältnis zu ihnen. Zumal sie alle trotz ihrer Schwächen doch auch über ein großes Maß an Originalität verfügen. Allen voran glänzt Carmen Maura in der Rolle der Pepa (= 4 PÖNIs).