FAST & FURIOUS: HOBBS & SHAW

PÖNIs:      (4/5)

„FAST & FURIOUS: HOBBS & SHAW“ von David Leitch (USA 2018/2019; B: Chris Morgan, Drew Pearce; Co-Produzenten: Dwayne Johnson; Jason Statham; K: Jonathan Sela; M: Tyler Bates; 137 Minuten; deutscher Kino-Start: 01.08.2019); bislang gab es 8 „reguläre“ Action-Abenteuer dieser Reihe um „Die Schnellen und die Wilden“, die weltweit, zwischen 2001 und 2017 entstanden, mit über 5 Milliarden US-Dollar Gesamteinnahmen zur kommerziell erfolgreichsten in der Filmgeschichte zählt. Bin erst bei Ausgabe 7 kritisch eingestiegen (s. Kino-KRITIK) und fand dann auch Folge 8 (s. Kino-KRITIK) „heiß“. Nun also NICHT, wie erst annonciert, Film 9 = DER wird gerade erst gedreht und soll im Mai 2020 die Leinwände erreichen, sondern ein Spin-off, also ein ABLEGER. Man nimmt zwei Beteiligte aus dem „Fast & Furious“-Universum, Luke Hobbs (DWAYNE JOHNSON) und Deckard Shaw (JASON STATHAM), und richtet mit ihnen einen „Zwischendurch-Aufreger“ ein. Um innerhalb der Wartezeit auf den nächsten „amtlichen“ Kracher etwas zusätzliches „Portogeld“ einzunehmen. Mal sehen, ob das Business funktioniert.

Wobei „Muckibude“ Dwayne Johnson zum fünften Male als Luke Hobbs auftritt, während „Aggressor“ Jason Statham zum dritten Male in die Rolle von Deckard Shaw schlüpft. Beide Agenten-Figuren und Alpha-Hünen können sich – eigentlich – überhaupt nicht ausstehen. Sind sozusagen „Testosteron-Zicken“. Doch es hilft nichts – sie müssen ZUSAMMEN-ackern. Um bestehen zu können. In den USA wurde, um die Jugendfreigabe PG-13 zu bekommen, eine Szene entfernt, in der Luke-Dwayne einem Gegner ein Auge ausbeißt und auf den Boden spuckt. In Deutschland erhielt der Streifen von der FSK die Jugendfreigabe ab 12 Jahren. Natürlich auch ohne besagte Szene.

Für die Rolle des Schurken, des genetisch vervollkommneten Cyber-Terroristen Brixton Lore, wurde der britische Hüne IDRIS ELBA verpflichtet: „Golden Globe“-Preisträger für die Titelrolle in der BBC-Serie „Luther“ und auch als Avengers-Type Heimdall („Avengers: Age of Ultron“) bekannt. Brixton ist, innen wie außen, technisch „aufgerüstet“ worden und so gut wie unschlagbar. Sein Auftrag: Wir sind bekanntlich zu viele auf dem Planeten Erde. Also muss „aufgeräumt“ werden. Heißt: Die vielen „Schwachen“ gilt es auszumerzen. Nur „Starke“ sollen überleben dürfen. Ein Virus soll dies bewirken. Was Deckards Schwester (VANESSA KIRBY/“The Crown“) auf den Plan ruft. Eine durchaus rauflustige, kampferprobte Amazone. Sie hat sich den Virus selbst gespritzt und will die Menschheit dadurch schützen. Wird deshalb gejagt, während Hobbs & Shaw verzweifelt versuchen, auch ihr Leben zu retten. Oder so.

Denn der Inhalt-hier ist eigentlich völlig piep-egal. Ebenso, dass die Mütter der beiden Raufbolde nebenbei auch etwas mitmischen (wobei HELEN MIRREN als im Gefängnis inhaftierte Mama von Deckard-Statham kleine feine amüsante Ironie-Spitzen herbeilächelt). VOLL-Vorrangig: Es dampft VIEL und GEWALTIG und KRACHT zünftig. Action als gehobener Budenzauber, der weder nach Logik oder Sinn und irgendetwas fragt, sondern nur Spaß machen soll. Ebenso wie die markigen, coolen Verscheißerungs-Sprüche zwischen den rüden Antipoden.

„Fast & Furious: Hobbs & Shaw“ ist wie ein Besäufnis. Wie ein Rausch. Man wird für über zwei Stunden regelrecht „betäubt“ und angemessen besoffen gemacht bei dermaßen wilder, wüster, gekonnter Power-Power-Action inmitten einer gigantischen Stunt-, Trick und Ulk-Show (= 4 PÖNIs).

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