Erik, der Wikinger Kritik


Kennen Sie das? Sie sitzen vor fremden Bildern und empfinden den deutschen Synchronton dazu als völlig unpassend und verkehrt? So geschehen bei der Vorführung der deutschen Fassung des britischen Films “ERIK, DER WIKINGER“ von Terry Jones. Der entstammt bekanntlich der legendären britischen Anarcho-Komikertruppe ‘Monty Python‘ und ist auch im Kino für so manch derbe Späße wie “Die Ritter der Kokosnuss“ oder “Das Leben des Brian“ bekannt. Und auch in
ERIK, DER WIKINGER“ von Terry Jones (B+R; GB/Schweden 1989; 107 Minuten; Start D: 09.11.1989) geht es ziemlich chaotisch und mittelalterlich-verrückt zu.

Einer vom nordischen Wikinger-Nachwuchs, eben jener Erik, kriegt schon Mitte 20 seine Midlife-Krise und strebt nach Höherem und Sinnvollerem als immer nur prügeln, plündern und vergewaltigen. Erik will die Sonne endlich sehen und heimholen und begibt sich mit einigen Getreuen auf eine gefährliche, aberwitzige, haarsträubende Reise, um die schlafenden Götter zu wecken. So weit, so gut: die Bilder. Der Ton dazu aber hört sich andauernd völlig „neben der Spur“ an. Man stellt sich dadurch andauernd die Fragen: Ist das lustig? Komisch? Witzig? Unterhaltsam? Mitnichten. Es ist grausam. Falsch. Doof. Der Film wirkt mit diesen aufgesetzten, primitiven, zotigen Worten, Sätzen und Anspielungen wie Fusel in einer Champagnerflasche.

“Erik, der Wikinger“ ist von der Synchronisation verhunzt, ist dadurch Gegröle statt Komik, wirkt nur peinlich und lächerlich (= 1 PÖNI).

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