Ehemänner und Ehefrauen Kritik

EHEMÄNNER UND EHEFRAUEN“ von Woody Allen (B + R; USA 1992; K: Carlo Di Palma; 108 Minuten; Start D: 25.02.1993).

Der intellektuelle Clown erzählt hier von zwei Paaren aus der oberen New Yorker Mittelschicht. Man lebt gut und schick und bequem, doch dann will sich das eine Paar, gespielt von Sydney Pollack und Judy Davis, trennen. Nichts Besonderes, die üblichen Kinkerlitzchen und Reibereien, wie gehabt. Für die beiden anderen aber, Gabe und Judy, gespielt von Woody Allen und Mia Farrow, bricht eine persönliche Welt zusammen. Und: Plötzlich werden auch bei ihnen eigene Beziehungspositionen nachgefragt. Er, der Literatur-Professor, bändelt mit einer Studentin an. Und Sie, die Kunst-Kritikerin, fängt mittenmal “woanders“ Feuer. Die
Folge: Ein heilloses emotionales Durcheinander.

“Ehemänner und Ehefrauen“ ist der 18. eigene Film von Woody Allen und steht unter dem Motto: Es ist einfach unmöglich, Kontrolle über seine Gefühle zu bekommen. Und: Was hie wie improvisiert, beiläufig-verwackelt aussieht, ist bewusst so angelegt. Besitzt quasi-dokumentarischen und zugleich suggestiven Stil und Charakter. “Ehemänner und Ehefrauen“ war der letzte gemeinsame Film des Privat-Paares Woody Allen und Mia Farrow. Danach begann die öffentliche Schlammschlacht.

Fazit: Ein Film spielt verrückt, und das Leben zieht hinterher. “Ehemänner und Ehefrauen“: Ein Meisterwerk (= 5 PÖNIs)!