Drive Angry Kritik

DRIVE ANGRY“ von Patrick Lussier (Co-B+R; USA 2010; 108 Minuten; Start D: 24.02.2011); ach nö, Nicolas, was ist denn DAS schon wieder? Der am 7. Januar 1964 in Long Beach, Kalifornien als Nicholas Kim Coppola geborene NICOLAS CAGE sackt immer mehr ab. Startete anfangs toll durch, fiel 1987 in „Mondsüchtig“ (neben „Oscar“-Lady Cher) ebenso gut auf wie in David Lynchs „Wild at Heart“ (1990 in Cannes als „Bester Film“ prämiert). Bekam 1995 für „seinen Alkoholiker“ in „Leaving Las Vegas“ verdientermaßen die „Oscar“-Trophäe. War mal cooler Tempomacher („The Rock – Fels der Entscheidung“/neben Sean Connery; „Nur noch 60 Sekunden“), mal ein gefühlvoller Außerirdischer („Stadt der Engel“/1998). Verlor aber dann den Qualitätsfaden. Der Abfall des „Oscar“-Heros: Der seit Jahren nur noch in Loser-Movies wie „Ghost Rider“, „Bangkok Dangerous“, „Duell der Magier“ uninspiriert herumdüst.

Wie jetzt auch wieder: „Drive Angry“, deutscher Titelzusatz „gefilmt in 3 D“, ist eine Schwachsinns-Horror-Schlacht pur. Cage mimt einen Toten. Milton. Der ist aus der Hölle abgehauen, um seine kleine Enkelin aus den Fängen einer barbarischen Sekte und ihres charismatischen Führers Jonah King (BILLY BURKE) zu befreien. Dabei alles umnietet, was ihm im Wege steht. In seinem Schlepptau: Der Schwarze-Anzug-Killer „Der Buchhalter“ (WILLIAM FICHTNER), der ihn „zurückholen“ soll, und die attraktive Kellnerin Piper (AMBER HEARD), die auch kräftig auszuteilen versteht und einiges einzustecken hat, ohne dass aber dabei ihre Schminke und ihr Body „gefährdet“ ist…

Von nur wenigen Pausen abgesehen, wird permanent drauflos gedroschen. Verprügelt, massakriert, umgebracht. Herumgeballert. Herumgedüst. Mit haufenweiser Crash–Müll.-Hinterlassenschaft Immer feste druff. Das abendfüllende Video-Blut-Spiel. Fresse polieren und abfackeln. Killen ist ja so ein toller Kick, macht ja sooooo was von Spaß…, ach du primitive Scheiße (1 PÖNI).