DIE GLITZERNDEN GARNELEN

PÖNIs:     (3/5)

„DIE GLITZERNDEN GARNELEN“ von Cédric Le Gallo & Maxime Govare (B + R; Co-B: Romain Choay; Fr 2018; K: Jérôme Alméras; M: Thomas Couzinier, Frédéric Kooshmanian; 100 Minuten; OF mit deutschen Untertiteln; deutscher Kino-Start: 05.12.2019); eine kleine Köstlichkeit ums Anderssein. Ausgangspunkt: Nach einem homophoben Statement im Fernsehen wird der gefeierte Vize-Weltmeister im Schwimmen, Matthias Le Goff (NICOLAS GOB), vom Verband zu einer „besonderen Strafe“ verdonnert: Er soll die schwule Wasserballmannschaft – genannt „Die glitzernden Garnelen“ – trainieren, damit diese bei den Gay Games in Kroatien antreten können, der alle vier Jahre stattfindenden wichtigsten Meisterschaft für homosexuelle Wasserballer.

Natürlich gibt‘s erst einmal reichlich Zoff, weil sich die Garnelen nicht von einem Hetero vorschreiben lassen wollen, was sie fortan „besser = anders“ machen sollen, zumal es für die „Garnelen“ keineswegs nur um den Wettkampf geht, sondern vielmehr auch – um eine schillernde Zeit, also vor allem darum: ständig immer sehr viel gemeinsamen Spaß zu haben. Mit dem Ansinnen bzw. den Aussichten, dann – in Kroatien – auf die „heißesten Athleten“ der Welt zu stoßen. Während Matthias, wie stets, alles dem Gewinnen unterordnet, besteht seine Truppe weiterhin auf das fröhliche Miteinander, auf Freundschaft, Gemeinschaft und VIEL PARTY. Doch um überhaupt erst einmal die Qualifikation zu schaffen, gilt es gegen das „spezielle“ lesbische Team „Die Aufräumerinnen“ zu bestehen.  Während Trainer Matthias langsam auf den Trichter kommt, dass seine Prämisse, bestehend aus hartem Dauer-Training und einer eisernen Disziplin, irgendwie vielleicht doch nicht das Gelbe vom Lebens-Ei ist.

Cédric Le Gallos und Maxime Govares queere Sport-Komödie basiert auf eigenen Erfahrungen Le Gallos in einem schwulen Wasserball-Team, mit dem er seit sieben Jahren von Turnier zu Turnier reist. Mit viel Humor und (klamaukigem) Sarkasmus werden hier schwule Klischees auf die komische Schippe genommen. Mit natürlich einem schrägen Figuren-Personal, das bei diesem sympathischen Ensemble-Potpourri – mit auch ernsten Untertönen – für gute Laune sorgt. Einschließlich kesser Umkleidekabinen-Witze. Auf der leichten Gefühlsskala kommt „Les crevettes pailletées“ gut in Schwung (= 3 PÖNIs).

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