Dickste Freunde Kritik

DICKSTE FREUNDE“ von Ron Howard (USA 2010; 111 Minuten; Start D: 27.01.2011); heißt im Original „The Dilemma“ und darf wörtlich genommen werden – dies ist einer jener hausbackenen, dumm-dämlichen Überflüssigkeits-Importe aus Hollywood. Die unsere Kinos nur unterbelichtet zukleistern. Obwohl namhafte Akteure vor wie hinter der Kamera mitmischten. Der Drehbuch-Autor ist Allan Loeb (40), neulich mit dem „Wall Street 2“-Skript aufgefallen; der 56jährige Regisseur Ron Howard, der einst als Schauspieler anfing („American Graffiti“ von George Lucas/1973; „Der letzte Scharfschütze“ von Don Siegel/1976), ist mittlerweile durch Klasse-Movies wie „A Beautiful Mind“/2001/zwei „Oscars“ für Ron Howard; „Das Comeback“/2005 und „Frost/Nixon“/2008 und durch die Blockbuster-Hits „The Da Vinci Code – Sakrileg“ + „Illuminati“ (2006/2009) in die Hollywood-Bundesliga aufgestiegen.

Hier aber ist er von allen guten Geistern offensichtlich verlassen. Stellt zwei fette Berufsjugendliche ununterbrochen quatschend in den Mittelpunkt einer völlig blödsinnigen Story: Ronny + Nick sind verheiratete Kumpels seit Ewigzeiten, betreiben gemeinsam ein Unternehmen für Autodesign; ein lukrativer Abschluss ist in Aussicht. Da passiert es: Ronny muss „versehentlich“ mitansehen, wie die Ehefrau seines Nick offensichtlich fremdgeht. Ach du liebe Güte. Darf, muss er DAS seinem Kompagnon sagen? „The Dilemma“. Ach herrjeh. Gewissensbisse. Ein Hin und Her. Man quatscht ununterbrochen, meistens aber nicht DAS, was man EIGENTLICH sagen möchte. Es wird herumgedruckst, so getan als ob….das hier wahnsinnig „schlimm“, schwierig und manchmal auch komisch ist…., grauenvoll. Und dieser wichtige Auftrag und überhaupt, es ist ja alles so fürchterlich schrecklich. In der Tat. Purer Blödsinn. Als Dauer-Hörspiel. So viel plattes Dauer-Gerede war schon lange nicht mehr auf/von der Leinwand. Als elendes Langweil-Gewäsch.

Der 40jährige Comic-Riese VINCE VAUGHN („Die Hochzeits-Crasher“, aber auch „All Inclusive“) wirkt wie ein bekloppter Quatschkopf; sein Mitstreiter, der korpulente 45jährige Clown KEVIN JAMES („Der Kaufhaus Cop“), wie ein unterbelichteter Hansel. DIE passen hier also blöd zusammen. Was allerdings solch apartes Weibsvolk wie immerhin JENNIFER CONELLY (einst die süße Kleene in „Es war einmal in Amerika“ von Sergio Leone/1984, zuletzt in „Der Tag, an dem die Erde stillstand“/2008) und die „verruchte“ WINONA RYDER (gerade neben Natalie Portman in „Black Swan“) an solchen plumpen Ehe-Gatten finden (sollen), ist ebenso ein Rätsel wie das fassungslose Bedauern, dass immerhin ein Ron Howard solch einen unlustigen Komödien-Mist fabriziert hat (= 1 PÖNI; für einen versteckten Gag).