Demolition – Lieben und Leben Kritik

Link für Pöni TV „DEMOLITION – LIEBEN UND LEBEN““ von Jean-Marc Vallée (USA 2014; B: Bryan Sipe; K: Yves Bélanger; M: Susan Jacobs; 100 Minuten; Start D: 16.06.2016); der kanadische Filmemacher, Jahrgang 1963, hat sich mit seinen beiden letzten Filmen „Dallas Buyers Club“ (s. Kino-KRITIK) und „Der große Trip – Wild“ (s. Kino-KRITIK) sehr viel internationale Reputation erlangt. Sein neuestes Werk ist eine Trauer-Arbeit. Im wahrsten Sinne. Wie buchstäblich. Der allseits hochgeschätzte Charakter-Darsteller JAKE GYLLENHAAL, 35, zuletzt als Bergsteiger in „Everest“ und als Boxer in „Southpaw“ unterwegs (u.a. davor „Nightcrawler“; „Prisoners“; „Brokeback Mountain“), spielt David Mitchell. Seines Berufszeichens: Investment Banker. An der Wall Street. Der Mittdreißiger ist ein lethargischer Typ. Mehr „geheimnisvoll“ lächelnd denn sich konsequent äußernd. David ist mit der Tochter seines Firmens-Chefs, Phil (CHRIS COOPER), verheiratet, der ihn eigentlich nicht mag. Eindruck aber: Man hat sich gut arrangiert. Als die Ehefrau bei einem Autounfall verunglückt, sieht sich David von jetzt auf gleich gezwungen, aus seiner angepassten Haut herauszukriechen, um eine erste frühe Lebensbilanz zu ziehen. Während sein Schwiegervater ihm unverhohlen „Mitschuld“ am Unfalltod seiner Tochter attestiert.

David, dieser Unentschieden-Typ, Marke: Weiß nicht, vermag nicht, Erstarrung-pur. Die volle melancholische Achselzucken-Palette. Tritt dann aber in „Aktion“: Mit Bleistift und Seele: Weil im Krankenhaus der Snack-Automat trotz Geld-Einschmeißens nicht funktioniert, wendet er sich brieflich mit einer Beschwerde an den Automatenaufsteller. Und schüttet in mehreren Briefen gleich auch noch seine derzeitige private Seelen-Düsternis aus. Was Karen Moreno (NAOMI WATTS) auf den Begegnungsplan ruft. Sie arbeitet in der Automatenfirma, hat seine „Post“ bekommen und ist „neugierig“ geworden. Auf diesen David. Mit seinen intensiven persönlichen Nachrichten. Natürlich läuft bei ihr auch nicht alles „gerade“, ganz im Gegenteil: Hier ziehen sich zwei Seelenmüll-Verwandte offenbar an. Was in beider Umfeld für „Irritationen“ sorgt. Doch Karens kleiner renitenten Sohn Chris (JUDA LEWIS) findet mehr und mehr „Gefallen“ an diesem „zerstörerischen“ neuen Mama-Freund.

„Demolition – Lieben und Leben“ ist ein Ami-Movie mit „deutschen Grübeleien“. Im Mittelpunkt: Ein apathischer, dann buchstäblich Alles-kaputt-kloppender-Verzweiflungstyp, dessen Kennenlernen weder interessant noch erforderlich ist. Marke: Geh‘ mir doch weg mit solchen trostlosen Szenarien und langweiligen wie überkandidelten, übersättigten Menschen. DIE nichts Reizvolles vermitteln oder mitzuteilen vermögen. Außer: Ich hau‘ mal eben alles in Schutt und Asche. Und „befreie“ mich damit. Aha.

Der Film fungiert nach dem Trauer-Motto: Alles ist ein Jammer. Die Folge(n): Schwermut-Gedöns. Der Film ist ein verkorkstes Seelen-Drama, das überhaupt nicht zündet. Nur magere Depri-Filmkost liefert. (= 2 Mitleid-PÖNIs) !!!