Das ist das Ende Kinokritik

DAS IST DAS ENDE“ von Seth Rogen + Evan Goldberg (B + R; USA 2012; K: Brandon Trost; M: Henry Jackman; 107 Minuten; Start D: 08.08.2013); SIE sind inzwischen die neuen Clowns, besser Clowndollis, in Hollywood. SIE sind angenehm respektlos, probieren gerne neue „freundliche Schweinereien“ derbhumorig aus und zählen inzwischen zum festen Ensemble des Produzenten, Drehbuch-Autoren und Regisseurs Judd Apatow (45), der seit 2004 an schrägen Komödien wie „Beim ersten Mal“ „Ananas Express“, „Männertrip“ oder „Brautalarm“ mehr oder weniger „beteiligt“ war. So kamen Ulknudeln wie SETH ROGEN (30), EVAN GOLDBERG (30), JAMES FRANCO (35/auch „127 Hours“ = „Oscar“-Nominierung), der füllige JONAH HILL (29/auch „Die Kunst zu gewinnen – Moneyball“, neben Brad Pitt/“Oscar“-Nominierung) oder Nebenrollen-Face CRAIG ROBINSON (41) ans komische Licht.

In ihrem gemeinsamen neuesten Streich spielen DIE alle SICH SELBST. Ziemlich sinnfrei, aber gewohnt locker „überm Hocker“. Thema: Mal wieder eine völlig durchgeknallte Performance. In den bekannten ausgereizten Worteskapaden und dann auch in völlig überzogenem blödelndem Horror-Rauch. Dabei fängt alles locker an: Eine Fete im Hause des Angebers und eitlen „Kunstsachverständigen“ James Franco. Die typische In-Gemeinde versammelt sich. Großkotzig, überdreht, spinnert, sexy. Grölend, saufend, kiffend, das Übliche. Mit Anfassen. Nur der immer noch so kindisch aussehende JAY BARUCHEL, auch schon 30, zuletzt in „Duell der Magier“, ist der Miesepeter. Er ist eigentlich nur übers Weekend zum Abhängen-Besuch bei Kumpel Seth Rogen nach L.A. gekommen, doch der schleppt ihn mit auf diese Fete der durchgeknallten Alphatiere. Wo sogleich die Apokalypse ausbricht. Oder wie man DAS nennen will. Die Erde bebt kräftig, überall Zerstörungen, Feuer und Karacho. Und mitten vor der Haustür nun auch noch ein gewaltiges Loch. In das massenweise unwichtige Partygäste abtauchen, während von unten plötzlich Monster und Dämonen hungrig herbeieilen. DIE VOLLPFOSTEN UND DIE ENDZEIT, lautet fortan das überhitzte Ausflipp-Motto. Mit weiteren behämmerten Mitstreitern wie Super-Nerd MICHAEL CERA („Juno“) und auch der schmucken, nunmehr erwachsenen EMMA WATSON, 22, einst die wunderbare Hermine Granger in den „Harry Potter“-Filmen. Die hier für den kurzen „fraulichen (Abwehr-)Touch“ zuständig ist. Während Jonah Hill mit seinem ständig Human Touch allen fürchterlich auf den Keks geht, bevor er nachts von einem Dämon nett vergewaltigt wird, woraufhin „Der Exorzist“ in Erscheinung tritt. Oder so ähnlich. Also so was in der Jux-Art.

Alles Quatsch. Natürlich. Alles dusslig. Klar doch. Alles mit penetranter Selbstironie. Jo. Wenn dann auch noch PAUL RUDD, CHANNING TATUM oder Pop-Püppi RIHANNA respektlos kurz mitmischen. Um sich mit erheblicher Freude auch mal blank daneben benehmen zu dürfen. Wie dann auch die „himmlischen“ BACKSTREET BOYS. Als hottende Engel. Schließlich. Jemanden übersehen? Wurscht. Ich will den Film eigentlich gar nicht, also überhaupt nicht, also mehr als wenig mögen. Wollen. Solch ein Blödsinn aber auch. Muss dann aber feststellen, dass er zunehmend süffisant twisted. Sagt man heute so. Irrwitzig abdampft. Dies hier ist alles dermaßen kirre wie anzüglich, dass man – begleitend mit guten Getränken – durchaus Spaß-Gefallen daran finden kann. Aber nicht unbedingt muss (= 3 PÖNIs).