DAS KRUMME HAUS

„DAS KRUMME HAUS“ von Gilles Paquet-Brenner (Co-B + R; GB 2016; Co-B: Julian Fellowes; Tim Rose Price; nach dem gleichn. Roman von Agatha Christie/1949; K: Sebastian Winters; M: Hugo de Chaire; 115 Minuten; deutscher Kino-Start: 29.11.2018); jeden Mittwoch-Abend laufen im Fernsehen, bei „ARD One“, Folgen aus der 70-teiligen britischen Serie „Agatha Christie’s Poirot“ (1989-2013), mit dem britischen Star DAVID SUCHET in der „belgischen“ Titelrolle. Ein Serien-Genuss! Und um Klassen-besser als dieser lahme Krimi-Streifen, der hierzulande sogar ins Kino kommt, obwohl er gerade einmal mittlere TV-Qualität besitzt. Und einen blassen Hauptdarsteller namens MAX IRONS. Der mimt den privaten Ermittler Charles Hayward, der umgesattelt hat – vom Spion zum Privatdetektiv. Und der hier, in den späten 1950-er Jahren, in der Vor-Beatles-Ära, bei britischen Fein-Leuten griechischer Abstammung in einem prächtigen Land-Anwesen den Mord am Patriarchen aufklären soll. Der wurde mit Augentropfen vergiftet. Beauftragt hat ihn Tochter Sophia, mit der Charles mal „was hatte“ und die ihm als Lohn in Aussicht stellt, bei Erfolg wieder mit ihm anzubandeln. Fortan das Übliche – drei Generationen unter einem Dach, darunter auch die bisher 6-fach nominierte „Oscar“-Lady GLENN CLOSE („Eine verhängnisvolle Affäre“) als undurchsichtige Hausherrin, während sich drumherum viele Verdächtige verdächtig benehmen. Darunter auch GILLIAN ANDERSON („Akte X“) als neidische Schwiegertochter.

Wer war’s nun und warum, das Übliche. Leider eben mit eher schlaffem Personal, die kein Leben in ihren Figuren kreieren. Stattdessen magere Spannung und ein wirres Panoptikum-Personal, das wenig ertragreiche Sätze aufsagt und von wenigem Reiz ist. Sozusagen: eine Agatha Christie-B-Variation, die sich im Fernsehen sicherlich gut versendet, während sie im Kino trotz schöner Kulissen wenig Reiz und schon gar keine Spannung bietet (= 2 PÖNIs).

P.S.: Ein schöner (Kinder-)Satz allerdings bleibt in Erinnerung: „Bist du nicht traurig, dass dein Großvater gestorben ist? – Nein, er war nur einer dieser stinkenden Kapitalisten“. Kind, lass‘ dich drücken.

Preis: EUR 10,00