Cowboys & Aliens Kritik

COWBOYS & ALIENS“ von Jon Favreau (USA 2010; 123 Minuten; Start D: 25.08.2011); selten war ein Titel so „ausdrucksstark“, denn NUR darum geht es und dies passiert auch NUR: Wenn anno 1875 im Wilden Westen von Arizona Einheimische auf Außerirdische treffen. Beziehungsweise umgekehrt. Die Folge: Cowboys „jeglicher Marke“ und dann auch Indianer bekommen es mit Ufos und fiesen Blech-Monstern aus dem All zu tun. Aliens. Sind natürlich völlig überrascht und außer sich, um dann – nach Bewältigung einiger „interner Querelen“ – sich gemeinsam dem blitzenden, gefräßigen Feind aus der Luft zu stellen. Mit viel Balla-Balla-Dampf. Pö a pö entsteht so schließlich ein Duell „auf Augenhöhe“. Ganz irdisch. Bei dem natürlich „ganze Kerle“ gefragt sind.

Wie der gegenwärtige 007 James Bond-Akteur DANIEL CRAIG, 42, als namen- und gedächtnisloser Kraftkerl. Der eine merkwürdige Metallmanschette an der linken Hand trägt, die sich nicht abmachen lässt. Die ihm aber zu Noch-Mehr-Hau-Drauf-Power verhilft. Demgegenüber hat es „Indiana Jones“-Hero HARRISON FORD, 68, zunehmend schwerer, seine Autorität als Colonel Dolarhyde durchzusetzen. ER ist DER grimmige Boss hier und sieht es gar nicht gern, wenn andere ihm diesbezüglich „reinfuchteln“. Muss aber zur Kenntnis nehmen, dass er alleine „mit diesem Mist von oben“ nicht klarkommt. Also wird in diesem Westernkaff mit dem Namen Absolution nach reichlich Alpha-Spielen und Sprücheklopfereien die handfeste Solidarität ausgerufen. WIR gegen DIE. Die Bierdeckel-Story.
Mit dabei – ein jederzeit proper aussehendes Mädel als gut gepuderter Blickfang (OLIVIA WILDE, auch Gesichts-Model), der gestörte Sohn vom Colonel (PAUL DANO/“Ein gutes Herz“), eine etwas unterbelichtete Brillenschlange von Saloon-Besitzer (SAM ROCKWELL/“Moon“) sowie die obligatorische Garde von Maulhelden und Schießbudenfiguren.

Die (geschätzte) 160 Millionen-Dollar-Produktion basiert auf dem gleichnamigen Comic von Scott Mitchell Rosenberg von 2006 und stellt sich als vorhersehbarer, humorloser Science Fiction-Western-Bastard dar. Völlig ohne Überraschungen, Originalität, Extravaganzen. Späße. Hat man erst einmal „die Kontrahenten“ im Ring, verhält sich alles so wie man es nicht erhofft: Als übliche Balla-Balla-Performance. Mit Star-Appeal. Aber ohne viel Spannung. Von Atmosphäre ganz zu schweigen. Oder zündenden Pointen. Es kracht und zischt und reitet und krakeelt wie lauthals gehabt. Bekannt. Nur eben diesmal zusätzlich noch – mit Alien-Schleim. Beigeschmückt. Im staubigen Wüsten-Weste(r)n. An den USA-Kinokassen haben sie diesen teuren Quatsch ziemlich abgewatscht: Bis zum 14.8.2011 klingelten „nur“ rd. 81 ½ Millionen Dollar im Beutel.

Was für solch ein Blockbuster-Movie gar nicht doll ist (= 1 ½ PÖNIs).