COUNTDOWN

PÖNIs:     (2,5/5)

„COUNTDOWN“ von Justin Dec (B + R; USA 2019; K: Maxime Alexandre; M: Danny Bensi, Saunder Jurriaans; 91 Minuten; deutscher Kino-Start: 30.01.2020).

Gastkritik von Caroline „Carrie“ Steinkrug

 …ein Teenie-Horror nach Vorbildern wie „Final Destination“ (USA 2000; James Wong) oder „Scream“ (USA 1996; Wes Craven), in denen es um das Der-Reihe-Nach-Abschlachten von Jugendlichen geht, die irgendwie, irgendwas Dummes tun. Wie ans Telefon gehen oder den Tod veräppeln-wollen. In diesem Fall: Eine App ‘runterladen als Party-Gag, die das eigene Sterbedatum berechnet. Während es in einigen Fällen noch weit in der Zukunft liegt, droht anderen das baldige Ende, das zunächst auch unausweichlich scheint. Es gilt fortan die Handy-Anwendungssoftware, die von einem – sagen wir mal – IT-minderbemittelten Dämon programmiert wurde, zu schlagen. Sie auszutricksen. Und wie ich schon sagte: Wer etwas Blödes veranstaltet – stirbt.

Was zu Anfang noch recht selbstreferentiell witzig beginnt, und fast auf sarkastische Weise mit den zeitgemäßen Erwartungen der Zuschauer spielt, klingt leider nach den ersten 15 Minuten in einen belanglosen Buh-Huch-Der-Nächste-Schreckenstrip ab. Gespickt von viel zu vielen Jumpscares … des blassen Effektes wegen. Auch wenn die sehr bemühte ELIZABETH LAIL („You“ – Staffel 1; 2018) in der Rolle des klassischen Final Girls Quinn leidenschaftlich sowie hübsch versucht gegen dieses Klischee-Szenario anzuspielen, schafft ihr noch recht unerfahrener Spielleiter JUSTIN DEC es nicht, sie und die restlichen Figuren in eine packende Geschichte einzubetten, die schließlich auch noch allzu vorhersehbar ist. Weil das fiese spielsüchtige Hörnervieh eben auch nicht schlauer ist als die Halbstarken, die es jagt. Und wer was Doofes macht… Na ja, Sie wissen schon.

Erwähnung sollte trotzdem noch P. J. BYRNE („Green Book“) alias „Erklärbar“-Pfaffe John finden, der in feinster Comedy-Manier für den ein, oder anderen Lacher sorgt. Im Horrorfilm? Finden Sie den Fehler. Sein Sie clever und überleben. Ein netter Technik-Modern-Times-Einstiegsgrusel (sogar inklusive Lovestory) für 16-Jährige, aber sicher nicht der Meisterwerkredewert (= Wir zählen runter: 5… 4… 3… 2 ½ „Carrie“-PÖNIs).

P.S.: Besonders Mutige und Smartphone-affine können sich übrigens die „Countdown App“ in den altbewährten Anbieter-Stores herunterladen. Updates 2.0 – sowohl fürs Mobile, als auch fürs Kino – sind bereits in Planung.

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