Conan the Barbarian Kritik

CONAN THE BARBARIAN“ von Marcus Nispel (USA 2010; 112 Minuten; Start D: 08.09.2011); klingt „deutsch“, ist auch gebürtiger Deutscher: Der am 15. April in Frankfurt am Main (in Zeilsheim) geborene Regisseur lebt seit über zwei Jahrzehnten „drüben“. Hat Musikvideos mit Künstlern wie George Michael, Cher oder Simply Red gedreht und produzierte zahlreiche Werbespots. Seine filmische Biographie umfasst das Remake des Horror-Klassikers „Blutgericht in Texas“ von Tobe Hooper aus dem Jahr 1974: „Michael Bay`s Texas Chainsaw Massacre“ (2003), zudem „Pathfinder – Fährte des Kriegers“ (2007) sowie „Freitag, der 13.“ (2009). Sozusagen: Ein „Uwe Boll“ in Hollywood. Der sich nun eines alten Stoffes neu angenommen und größtenteils in Bulgarien realisiert hat: „Conan“ basiert auf einer Groschenromanfigur des amerikanischen Autoren ROBERT E. HOWARD aus den Dreißigern des vorigen Jahrhunderts, der sich im Alter von 30 Jahren umbrachte (22.1.1906-11.6.1936). Mit den Brachial-Schinken „Conan, der Barbar“ von John Milius (1982) und „Conan, der Zerstörer“ von Richard Fleischer (1984) startete der österreichische Bodybuilder ARNOLD SCHWARZENEGGER einst seine Hollywood-Karriere.

Den neuen Typen hier, ein JASON MOMOA (31), können, dürfen, müssen wir schnell vergessen. Ein ewiger Schreihals und Dauer-Töter, der nach dem Motto agiert: „Ich lebe, ich liebe, ich töte, und das ist mir genug!“ Die Story: Witzlos. Unwichtig. Roh. Einfallslos. Irgendein fieser Warlord und seine punkige sadistische Blutriecher-Tochter mit Inzest-Geschmack wollen die Knochensplitter einer uralten Maske zusammentun, um die Macht an sich zu reißen. Conan, dieser Muskelprotz mit der Oberweite einer Pamela Anderson, hat was dagegen, weil dieses Duo mit seinen Finsterlingen einst sein Dorf überfallen und seinen Vater getötet hat. Nun gibt’s brüllend hau-drauf zurück. Andauernd. Mächtig gewaltig. Es darf gemeuchelt werden. Beinahe pausenlos. Als dann auch noch die reinblütige Nonne Tamara auftaucht (RACHEL NICHOLS), auf die alle scharf sind („Weib, komm her!“), wird’s noch behämmerter. Chaotischer. Blutrauschiger.

„Conan“ = Schwachsinnig. Eklig. Widerlich. Unappetitlich. Wenn Eingeweide platzen. Köpfe rollen. Därme sprießen. Genüsslich. Dämlich. Laut. Lauter. Am Lautesten. Primitiv. Natürlich in „eingefügtem“ 3 D. Fantasy-Unsinn. Trash-Müll. Keine filmische Mindesthaltbarkeit gegeben. Weil:
Ein NUR-Scheiß-Film (= O PÖNIs).