Colombiana Kritik

COLOMBIANA“ von Olivier Megaton (Fr/USA 2010; Co-B+Co-Pr: Luc Besson; Co-B: Robert Mark Kamen; 107 Minuten; Start D: 15.09.2011); warum denn nicht? Wenn schon knallharte Rache, dann bitte auch mal durch „schönere“, aber keineswegs zarte Hände. Wie einst beim Luc Besson-Klassiker „Nikita“ (1989; mit Anne Parillaud). Oder von einer Mathilda Lando = Natalie Portman–Nachfolgerin (siehe „Léon- Der Profi“/1994; ebenfalls von Luc Besson; mit „Killer-Lehrer“ Jean Reno).

Das neue schöne toughe „Eine Frau sieht rot“-Weib heißt ZOE SALDANA. Wir kennen die 31jährige Amerikanerin (mit dominikanischen Wurzeln)„ansatzweise“ aus „Avatar“ von James Cameron. Wo sie der animierten Figur der Neytiri ihre Gestik, Mimik und Stimme lieh. Hier nun tritt sie als katzen-smarte, höchst gefährliche Cataleya auf. Mit 9 Jahren musste sie den Mord an ihren Eltern miterleben. Durch den kolumbianischen Mafiaboss Don Luis und seinen Schergen. 15 Jahre später jagt sie als Rache-Engel in Kalifornien die Häscher von einst. Und eliminiert sie zuhauf. Bis sie schließlich auch den Oberschurken Don Luis im Visier hat. DEN stellen kann. Dessen mächtiger wie „amtlicher“ CIA-Schutz nutzt/hilft ihm nun auch nichts mehr. Denn das liebe Mädel ist nämlich inzwischen so etwas von sauer…

Ein spektakulärer Reißer. Nach den Herren Bronson/Eastwood sowie aktuell Liam Neeson („96 Hours“) und Jason Statham („The Mechanic“) nun also auch die attraktiven Furien. Mit selbstgebasteltem Rache-Auftrag werden die Schurken herrlich dezimiert. Brutal. Pfiffig. Deibel noch mal. Über listige Spielchen. Die sich prächtig quatschig anschauen. Lassen. Ästhetisch proper. In robuster Ton- wie Bildstimmung. Rundum. Ein Knall- und Fall-Fest. Mit femininen Gefühlspausen. Als Action-Pop. Und mit Melancholie-Schüben. Johnny Cash tönt traurig-schön auf dem Abspann mit der Trent Reznor-Version von „Hurt“ (= 3 PÖNIs).