Clockwise Kritik

CLOCKWISE“ (GB 1986; 96 Minuten; Start D (West): 07.04.1988; DVD-Veröffentlichung: 05.05.2006), Regie: Christopher Morahan, ein vom Theater kommender Spielleiter. Ehemaliger deutscher Zusatztitel: „“In letzter Sekunde“; späterer und heutiger deutscher Zusatztitel: „Recht so, Mr. Stimpson“.

Im Mittelpunkt des turbulenten Geschehens: Der stets auf Korrektheit, Anstand und Ordnung bedachte Schuldirektor Mr. Stimpson. Dessen Dasein als Pädagoge und Mensch – in dieser Reihenfolge(!) – äußerst pedantisch durchdacht und total durchorganisiert ist. Dann aber, eines schönen Tages, passiert es: Mr. Stimpson kommt zu spät zu seinem Zug, der ihn zu seiner großen Rede vor die Rektorenkonferenz in Norwich bringen soll, mit der er den endgültigen gesellschaftlichen Aufstieg und die Karriereleiter nach oben schaffen will. Plötzlich wird aus dem Sir ein ganz und gar „normaler“ Brian, der in immer schlimmere Kettenreaktion-Situationen gerät und nun auch für die Polizei „interessant“ wird: Von wegen Kidnapping, Autodiebstahl, Vandalismus und weitere „harmlose“ Delikte. Während ihn seine Frau des Ehebruchs verdächtigt und aufgeschreckte Eltern wegen ihrer Kinder in Panik geraten.

Es ist hier so, als würde LORIOT auf MONTY PYTHON treffen…, und so ganz abwegig ist das auch nicht. Befindet sich doch schließlich mit JOHN CLEESE ein ehemaliges Monty-Python-As im Blickpunkt dieser herrlich-schrägen britischen Anarcho-Komödie, bei der man sich auch im heimischen Wohnzimmer kaum noch einkriegt in Sachen Schmunzeln und Lachen.

John Cleese ( „Ein Fisch namens Wanda“; heute in den James-Bond-Filmen der neue Waffenmeister „Q“)setzt auf diesen typischen, unverwechselbar-komischen, wortkargen „britischen Humor“, dessen exzellenter Chaos-Charakter einzigartig wie unsterblich ist. Was sich beim Wieder-Sehen zeigt. Wirklich köstlich (= 4 PÖNIs)!

Anbieter: „Kinowelt“